Von Punkmusik Tattoos und Einhörner

Von Punkmusik Tattoos & Einhörner 7.10.2018

Mannheim unendliche Weiten wir schreiben das Jahr 2018 dies sind die Abenteuer der Punker von Drunken Swallows um mit ihrer „Chaosposie“ an einem Sonntagabend die Besucher des MS Connexion Complex zu beflügeln. Morgens angereist hatte man genügend Rückenwind um sich noch Futter Technisch zu stärken kurz in die Unterkunft und dann konnte der Abend losgehen. Beim Eintreffen der Location war ich ziemlich positiv überrascht hatte ich gedacht die Alte Seilerei gebe es nicht mehr. Scheinbar doch nur unter anderem Namen nun so weiß wenigstens was auf mich zukommt. Bei der Abendkasse angekommen und mich angemeldet bekam ich einen schicken Pressepass um den Hals was die zweite Überraschung war. Auf der Gästeliste stehen kannte ich ja bereits aber dieser Bonus mit dem Pass war eine großartige Sache. Erstmal hin zum Band Merchandise sowie Uffkleber & Info Material von der Organisation „Kein Bock auf Nazis“. Da habe ich mich großzügig bedient habe dort Thilo (Der Autor des Online Tour Tage Buch der Band) getroffen  und etwas gequatscht. Zu meiner hellen Freude als überzeugter Aufnäher Freund fiel mir genau ebensolche Bandeigenen ins Auge ich sag euch das tat vielleicht weh. So fand ich meinen Weg bzw. er wurde mir gezeigt in die Heiligen Hallen des Backstages  wo mir ein freudiges Moin! entgegen schallte. Dann dieser bunter Tafelrunde allen die Hände geschüttelt und dazu gesellt. Dann gab’s ach herrje das gibt’s noch? Bluna zu trinken so babbelte man drauf los über die neue Pladde der Herrschaften und wie andere Magazine ihre Meinung in Form des Reviews drüber schreiben das viele es sich sehr leicht machen oder keine Ahnung vom dem Genre Punk haben trotzdem ihren Senf drauf kippen. Ich selber hatte ja auf der Hinfahrt genügend Zeit die Scheibe nochmal zu hören und mir gefällt’s die Texte die Aufmachung der Sound ist zwar etwas zu sauber aber beim dem Produzenten war’s auch nicht anders zu denken. Aber in allem ein schönes Ganzes geworden Chapeau. Lob gab’s für unsere Bewertung bei NMM da ich ja zwei Punker in meinen Team sitzen habe konnte das ja nur gut werden bei der Gelegenheit noch den Captain allen ans Herz gelegt. Vielleicht ergibt da sich da mal was. So ist es immer schön neue Leute kennen zu lernen. Richtig Stil hat auch Sänger Frank mit seiner Gürtelschnalle mitm Band Logo. So nun alle umgezogen und Schwupps gings auf die Bühne die Halle war leider entsprechend überschaubar gerechnet waren  es 24 Leute. Aber hey davon lässt man sich nicht den Spaß verderben los geht’s mit Intro von neuem Album und direkt mit der Chaosposie zu starten. Es folgt eine kunterbunte Mischung aus neuen & alten Songs die Band ist auf der Bühne mal in der Halle gut unterwegs das Publikum hat Spaß nur brauchte es etwas Zeit bis es auftaute aber dann lief der Hase. Auf einmal war Schlagzeuger Pit verschwunden mitten im Set ach kein Problem Band Soundmann Lasse kommt herbei geeilt und nimmt die Schießbude in Beschlag. Im Laufe des Abends werden Songs an besondere Menschen gewidmet einmal „Ich tues für dich“ für die Catering Damen der andere Titel „Freunde“ geht an Sascha das Mädchen für alles seiner einer fackelt auch nicht lange und steht mit am Mikro und singt mit ein schönes Bild. Wovon ich bisher nur gelesen habe wurde ich nun auch ein Teil davon und zwar wurde das Publikum auf die Bühne gebeten das lässt man sich ja nicht zweimal sagen. Wie ein bei einem Punk Kinder Geburtstag ein riesen spaß für alle. Mit Akustik Gitarre „über den Dächern“ schließt dieser musikalische Abend seine Pforten. Zurück im Backstage versammelte sich die Rasselbande erneut um sich mit einer Besucherin zu unterhalten die Janz besonderer Bonus Piercing & Tätowiererin ist. Zur hellen Begeisterung aller Beteiligten die noch hinzu stoßen und sich spontan auszogen um sich ein neues Denkmal zu manifestieren zu lassen. Nur leider hatte „weiß nicht ihren Namen“ nenne sie mal Madame Grün Haar keine Nadel und Utensilien dabei. Fest steht das Madame Grün Haar bei der nächsten Drunken Swallows Tour dabei sein soll.  So präsentierte man stolz was sich im Laufe der letzten Jahren auf der Haut verewigt wurde mal von Profis & mal von Leuten die voll wie Bus waren um dementsprechend sah das jeweilige Werk auch aus. Am 8 Oktober war ein Konzert freier Tag und kollektives Albumtitel stechen angesagt. Und das Airbrush Einhorn „Tattoos“ am Hals so ungefähr denselben Stellenwert haben wie Delfine. Da habe ich stolz verkündet dass ich Einhörner malen kann. Okay meinte Dennis pack eins unter den Konzertbericht.

Mein Fazit: Trotz meiner persönlichen anfänglichen Katastrophen zu Anfang war es ein toller Abend mit guten Gesprächen sympathischen Menschen & juter Punkmucke. Danke fürn den Drumstick & die belatschte Set List wer mag schon saubere.

Und wie versprochen das Einhorn!

 

 

 

Bang in den Mai ein Rückblick

Ach es ist immer wieder schön zu sehen das es Dinge gibt auf die man sich verlassen kann. So wie das am 30 April stattfindende Bang in den Mai in der Open World Halle in Jügesheim.

Wer kein Bock auf Lemming Rad fahren oder Tanzen hat hatte hier die beste Gelegenheit für wenig Eintritt feinsten Metal um seine Rübe geballert zu kriegen und das mittlerweile zum dritten Mal in Folge.

Mit Hank Lizard begann der Abend mit schleppenden Bass Melodien und ruhigen Parts die so manchen Zuhörer ins Traumland trug um im nächsten Moment wieder vom Sänger ins Jetzt gebrüllt zu werden.

So war das Publikum wach um die nächste Combo CWC (Course We Can) zu begrüßen mit 2 Gitarristen Bass Schlagzeug & Sänger war die beschauliche Bühne gut gefüllt. Wer jetzt wie ich dachte Mensch den Sänger kennste doch irgendwoher der lag vollkommen korrekt mit der Vermutung. Dieser junge Herr mit dem Kilmister Gedächtnis Eisenkreuz war nämlich im Jahr davor auch beim Bang in den Mai allerdings mit einer anderen Combo namens Rapid Fire. Diese sowie auch diesmal CWC wissen das Publikum mitzureißen. Ein würdiger Co Headliner.

Nun ist es Zeit für Collision Hm sind der Gitarrist & Sänger Zwillingsbrüder? Jetzt ist aber ordentlich Dampf im Hexenkessel das Masse feiert tanzt und bangt sich vor der Bühne die Seele ausm Leib. Die Setlist der Herren reicht einen Klassiker dem anderen die Hand Von Osbourne bis Dio ist alles dabei was  jedes Metaller Herz höher schlagen lässt.  Und mit Ace of Spades & The Trooper am Schluss kann man generell nie etwas falsch machen.

Hier wird nicht nur Musik präsentiert es wird sie gelebt und das isses doch auch was es ausmacht.

Fazit: Ein gelungener Abend mit alten Bekannten in gemütlicher Atmosphäre was braucht’s mehr?

 

Wer jetzte denkt ja Mensch die interessieren mich die Bands hier findest Infos

https://www.facebook.com/CWC-1793183230909895/

https://www.facebook.com/pg/HankLizard/

https://www.facebook.com/heavycollision/

 

Ein Dämon in Weiher die Fortsetzung

Darkness Over Europe 2017

Night Demon Sensles Old Mother Hell

Live Music Hall Weiher 12 August 2017

Wie schon bereits angekündigt brachte der Dämon dunkle Wolken über das Land und unerbittlich anhaltenden Regen. Die Hinfahrt dauerte eine Stunde aber die Aussicht auf die Landschaften und ein Mix aus Bud Spencer, Dethklok & AC/DC ließ sich die Fahrt so gut überbrücken. Die Ortschaften durch die man kam wurden von mal zu mal immer kleiner doch da entdeckte man lange Haare und Kutten sie haben ihr Ziel erreicht. Einen Tag zuvor hatte ich mit Caschi telefoniert und da bekam ich den Tipp ich könne auch durch die Kneipe in den Konzert Saal gelangen und das tat ich dann auch. So musste ich nicht die große Treppe am Eingang nehmen sondern eine um die Kneipe zu kommen und nur noch drei und schon war ich beim Saal. Diese tolle Abkürzung werde ich noch zur Location Beschreibung der Live Music Hall packen. Ab da war alles gut zu Fuß bzw. mit Rollstuhl zu erreichen die Halle macht einen sehr gemütlichen Eindruck eine Bar die Bühne kleiner Merchandise Stand mehr brauch es ja auch nicht. Nachdem ich mir meinen obligatorischen Stempel geholt hatte lief Hille mir übern Weg das war ein großes Hallo gewesen wurde auch mal Zeit das man sich mal trifft. Danach mal zur Bar und mir was zum Trinken geholt für einen Freitagabend war es gut besucht die Live Hall aber schön hier trifft sich die Oden Wälder Metalszene. So aber dann war es Zeit sich vor der Bühne zu platzieren das einer der Vorteile wenn aufm dem tiefsten Ländle Konzerte stattfinden geht’s auch pünktlich los.

Den Anfang bestritten „Old Mother Hell“ aus Manne heim. Ja als erste Band den Abend einzuläuten ist nicht immer ein leichtes Los aber die Jungs mittlerweile als Trio unterwegs haben einen geilen Auftritt hingelegt. Meiner Meinung nach einem mehr als vorzüglicher Einheizer. Unbedingt im Auge behalten die Band.

Leider hatte es nicht hingehauen ihre erste Scheibe physikalisch dabei zu haben aber man konnte sich in ne Liste eintragen da kriegt man en Link um schon mal digital reinhören zu können & das hatte ich versäumt. Nun ja da kann ich bestimmt noch nachträglich mir zulegen dann en kurzen Plausch mit Sänger geführt aber da ging es schon wieder vor die Bühne.

Premiere für mich Hille erste Mal getroffen und somit „Sensles“ auch das erste Mal live. Was soll ich sagen? so en geiles Brett was die Jungs da abgefackelt haben nun war auch das Publikum mehr bei der Sache bildeten einen Chorus bei der Nummer „Sensless War“ Gänsehaut pur. Die Jungs hatten Spaß und Schweiß im Gesicht während ihrer gesamten Performance und diese Energie zog sich durch den ganzen Saal. Die (in CDs Reviews erwähnten) musikalischen Parallelen zu Bands  der ersten Stunde kann ich nun noch mehr nachvollziehen. Teilweise dachte ich da zockt Metallica aber das Organ von Sänger Hille mein lieber Herr Gesangsverein da kann ein Herr Dickinson schon ins Schwitzen kommen. Sie haben nun keinen Eddie auf der Bühne aber vielleicht ein Krümel Metal Monster wäre doch eine Überlegung wert. Und sonst? Wäre Hille nicht Sänger geworden hätte auch en Beruf auch Moderator sein könne, eine Falschparker Meldung die gefeiert wird & ein Gitarrengurt der nicht hält was ein erotisches Zwischenspiel mit Bassist Gö einbrachte. Was genau passierte wissen nur die Anwesenden und die Band für alle die nicht dabei waren und diesen Text gerade lesen wünsch ich ein schönes Kopf Kino. Was in Weiher passiert bleibt in Weiher.

Nun wurde es langsam dunkel und die Stunde des Dämon hatte geschlagen meiner einer mit den Kräften etwas durch hatte sich an den seitlichen Teil der Bar positioniert um die Show von dort zu genießen. Vor der Bühne war jetzt kein Durchkommen mehr die gesamte Anhängerschaft war da um „Night Demon“ zu frönen wie auch bei „Old Mother Hell“ handelt es sich bei Night Demon um ein Trio Infernale. Vor paar Jahren hatte ich mir auf deren Homepage ein Heavy Metal Mixtape bestellt so richtig Musikkassette mit 21 Künstlern drauf wie Hirax, Riot V, Midnight uvm. so hatte ich die Band mit dem Titel „Screams in the Night“ kennengelernt. Die Saal Temperaturen hatten mittlerweile den Stand einer Vorhölle was die Leute nicht von abhielt ihren Kopp vom Hals von schütteln. An dieser Heavy Metal Zeremonie musste man einfach dabei sein und ich bin froh ein Teil davon gewesen zu sein. Total sympathisch am Ende der Show hatte sich die Band nicht aus dem Staub gemacht sondern war beim Merchandise Stand hat Autogramme gegeben und mit Fans geplaudert. Mit Schlagzeuger Dusty hatte ich noch en kurzen Plausch ebenso mit Hille aber dann hieß es leider Abschied nehmen. Um halb 3 war ich dann endlich daheim angekommen gut dass wir den Verwandtenbesuch am nächsten Tag verschoben haben Gute Nacht zusammen.

Fazit: Was ein geiles zusammengestelltes Line Up. Hier hat einfach alles gestimmt.

Danke an Caschi  & Viersaiten Agentur für die Einladung & selbstverständlich

Old Mother Hell, Sensles & Night Demon ihr wart großartig.

 

 

Storm Crusher Festival 2016 – O’Schnitt Halle, Wurz

Dieses Mal wird der Bericht, neben der chronologische Abarbeitung des Geschehenen, auch einen Einblick in das norddeutsche Seelenleben des geneigten Schreibers dieser Zeilen ermöglichen.

Das Storm Crusher hatte ich aufgrund der Empfehlung eines Freundes auf der Liste. Diese Festivals machen das Besondere aus, dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit aufgrund einer gemeinsamen musikalischen Basis, gepaart mit Freiheits-Esprit beim Übernachten unterm freien Himmel. Es ist alles da was man braucht, auf Verzichtbares wird verzichtet. Festivals auf den Punkt gebracht.

Einzig die Lage macht es für ein Nordlicht wie mich schon zu einer logistischen Herausforderung. Bewährt hat sich die stressfreie Anreise am Vortag/-abend. Aufbauen, grillen, Bier trinken und auf den folgenden Tag freuen. So war es auch diesmal geplant. Leider machte ein kleiner, unscheinbarer Absatz in den FAQs dieses Unterfangen zunichte. Die zuständige Obrigkeit erlaubte ein Betreten des Platzes erst am Festivaltag, 11:00. Dieses soll sich in 2017 ändern wenn der Pre-Day auch auf dem Festivalgelände stattfinden wird. Nach einigen Verwirrungen stand es fest, eine Alternative musste her. Der Pre-Day, fand in Weiden statt, war keine Alternative da wir mit einem VW Bus und zwei Zelten unterwegs waren. So fanden wir einen phantastischen Campingplatz in der Nähe, toll gelegen, mit einer durchaus sehr ansprechenden, sehr günstigen Restauration.

Am anderen Morgen ging es gegen 10:30 los zum Gelände. Die Schlange am Einlass hielt sich in Grenzen und, obwohl jedes Fahrzeug gecheckt wurde, ging es recht flüssig voran. Unsere Strategie war auch klar. Zwei Mann bleiben am Fahrzeug und der Dritte machte sich auf zur Halle. Merch war das Thema. Während wir zu zweit auf das Gelände fuhren kam unser dritter Mann mit leeren Händen zurück. Es gab keine Preise, aber man konnte reservieren. Das schien erst einmal beruhigend. Auf dem Gelände angekommen, stellten wir fest dass wir unser Camp sprengen mussten. Mein VW Bus blieb auf dem Parkplatz und die Mitstreiter mussten ihr Zelt in einem abgesperrten Bereich aufbauen in dem sich auch die Toiletten befanden. Blöd, da wir ja die Basis am Bus hatten und dadurch einen weiteren Weg zu den Toiletten hatten. Hier hätte ich mir ein paar mehr Dixies auf dem Parkplatz gewünscht.

Nachdem alles an Ort und Stelle war ging es rein in die Halle. Rechts und links vom Eingang hatten sich zwei Plattendealer meines Vertrauens platziert. Strategisch clever – war man doch immer geneigt etwas mitzunehmen. Also Bier gegriffen und auf zum Merch. Hier herrschte Hektik und düstere Stimmung. Die reservierten Sachen waren nicht auffindbar und die sehr begehrten Backpatches von Atlantean Kodex auf einmal einem anderen Bestimmungszweck zugeführt. Unmut überall. Später sollte sich herausstellen dass es beim Merch Verkauf von RAM auch Komplikationen gab. Hier sollte unbedingt nachgebessert werden.

Verpflegung ist das zweitwichtigste Element auf einem Festival. Das Bier war mit meinen norddeutschen Geschmacksnerven nicht kompatibel, gerade auch ohne Schaum eingeschenkt und auf Umgebungstemperatur gebracht in einem Becher der dem Genuss auch nicht zuträglich war. Schade. Für das leibliche Wohl sorgten drei Stände, allesamt gut besucht. Das Schupfnudeln keine Nudeln sind, wurde mir mit bajuwarischer Stoigkeit nahe gebracht, nämlich mit dem Ignorieren meiner Person. Sei’s drum, ich habe Gulasch genommen. Als sehr gute Alternative stellte sich dann die anderen beiden Genussstände (Flammkuchen, Vegetarische Gerichte) heraus.

Musikalisch gab es dann aber mal gar nichts auszusetzen. Das Billing konnte sich sehen lassen. Einwandfrei! Meine Highlights waren zweifelsohne Atlantean Kodex, RAM, Exumer und Manilla Road.

Die Running Order sah wie folgt aus:

Freitag
Doors 12:00
Horns of Domination
Ambush
Division Speed
Pripjat
Seventy Seven
Exumer
Atlantean Kodex
Manilla Road
Iron Thor

Samstag
Doors 12:00
Lord Vigo
Masters Of Disguise
Deadheads
Darkness
Root
Stormwarrior
Iron Angel
RAM
Diamond Head
Asphyx

Somit war für zwei Tage erstklassige Unterhaltung angesagt.

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Pripjat

Den Anfang machten Horns Of Domination. Sicherlich kein Opener der die Massen vom Campground in die Halle zieht. Für Black/Death Metal war es noch zu hell. Als zweite Band legte Ambush nach. Die Schweden zeigten eine gekonnte Liveperformance und waren gut eingespielt. Klassischer Heavy Metal am Nachmittag geht immer. Die ersten Köpfe im Publikum fingen an zu nicken und die ersten Mähnen kreisten. Von Division Speed besitze ich das selbstbetitelte Tape. Wer mit Songtiteln wie „Panzerkommando“ oder „Truppensturm“ keinen Klemmer hat, bekommt eingängigen Thrash-, Speedmetal serviert. Die Thrashvorlage nahmen Pripjat, aus Köln, auf. Sie knüppelten was das Zeug hielt und die mittlerweile recht gut gefüllte Halle honorierte dieses mit gen Decke gestreckten Fäusten. Mit Seventy Seven kam ein kleiner Bruch. Von Hochgeschwindigkeit auf bluesorientiertes Midtempo. Die Spanier schienen auch leider nicht ihren besten Tag erwischt zu haben.

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Exumer

Exumer starteten mit „The Raging Tides“ und endeten mit „Possessed By Fire“. Dazwischen jede Menge Gelegenheiten den Circle Pit kreisen zu lassen. Danach wurde es ruhiger. „Along acient leylines, down to the seas…“ Hunderte Sangeskehlen begleiteten den Opener von Atlantean Kodex. Diese spielten das einzige Konzert in 2016. Von mangelnder Bühnenperformance war nichts zu bemerken Sie lieferten einen unvergesslichen Auftritt ab. Das Publikum dankte es und machte „Twelve Stars And An Azure Gown“ zu einem Erlebnis. Endlich gab es auch eine fertige Version von „Kodex Battalions“ zu hören, einem Stück welches eigentlich für die „White Goddess“ vorgesehen war. Als besonderes Schmankerl verschenkte die Band eine spezielle Vinylversion von „The Golden Bough“ am Merchstand.

Atlantean Kodex
Atlantean Kodex

Weiter ging es mit Manilla Road. Ich hatte die Band schon vier Mal in 2016 gesehen und sie spielten jedes Mal auf hohem Niveau. So auch hier. Eine gute Mischung aus alten und neueren Songs wurde präsentiert. Sänger Bryan Patrick war bestens bei Stimme, die Gesamtperformance war groß. Zum Schluß zauberte noch das Dreierpaket, bestehend aus „Necropolis“, „Crystal Logic“ und „Heavy Metal To The World“ jeden Anwesenden ein Lächeln ins Gesicht.

Manilla Road
Manilla Road

Iron Thor musste leider ohne mich ran, da der Ruf meiner Matratze, nach diesem doch ertragreichen Tag, doch sehr laut war.

Der folgende Tag begann mit Lord Vigo. Keine einfache Aufgabe, das Volk wieder vor die Bühne zu holen. Behelmt (Sänger Vinz Clortho trug einen mit Eisenspitzen versehenen Helm) und mit einer gehörigen Portion Heavy Metal gelang dieses jedoch nur bedingt. Masters Of Disguise (mit neuem Schlagwerker) konnten mich auch nicht so richtig überzeugen. Trotzdem ist es immer ein Spaß die Speedmetaller live zu sehen. Leider konnte ich Deadheads und Darkness nicht sehen, da ich anderweitige Termine wahrnehmen musste. Pünktlich zurück zu Root, den tschechischen Schwarzmetallern, musste ich feststellen dass diese Musikrichtung, gepaart mit einer guten Liveperformance, doch einen hohen Unterhaltungswert hat. Was soll auch schiefgehen wenn man einen Big Boss als Sänger hat.

Root
Root

Stormwarrior läuten den Abend ein. Die Hamburger bedienen uns mit klassischen Heavy Metal. Zeit, sich zurückzulehnen und ein Bierchen zu gönnen. Denn danach sollten Iron Angel mal so richtig das Gaspedal durchtreten. Den Mannen um Sänger und Gründungsmitglied Dirk Schröder ist der Spaß ins Gesicht geschrieben. Die Band lebt, na klar, immer noch vom Erstling „Hellish Crossfire“ der ja in keiner ernstzunehmenden Sammlung fehlen darf. Ein Gruß vom „Schmier“ wurde ordnungsgemäß ausgerichtet bevor es mit „Sinner 666“ wieder in die Vollen ging.

Iron Angel
Iron Angel

Die Beschreibung des Heavy Metals in drei Buchstaben? RAM! Keine mir bekannte Band im klassischen Heavy Metal schafft es, mir schon beim ersten Riff eine Gänsepelle wachsen zu lassen. Nach einer kurzen Verzögerung wegen technischer Probleme ertönte das Intro „Terminus“ und als dann zu „The Omega Device“ die ersten Gitarren erklangen, gab es kein Halten mehr. Wie ich schon im Review zum „Hell Over Hammaburg“ schrieb.

RAM
RAM

Die wahren Defenders Of The Faith. Achso, und danke für „Under The Scythe“ und „Suomussalmi“. Wie schon eingangs erwähnt konnte RAM wegen eines Missverständnisses leider keine Merchartikel anbieten.

Diamond Head sind ja seit einiger Zeit umtriebig und liefern immer Qualität ab. Leider hatte sich die Halle etwas geleert, aber als das mächtige Drumintro zu „Am I Evil“ ertönte waren sie alle wieder da. „My Mother was A Witch, She Was Burned Alive…“

Diamond Head
Diamond Head

Asphyx hatten die Aufgabe alles zu planieren, dem Erdboden gleichzumachen. Wer nicht für sie ist, ist gegen sie. Die ganz oben auf dem Death Metal Thron sitzenden Holländer holten den letzten Funken Power aus den in der Halle Verbliebenen und kündigten den „Incomming Death“ an.

Asphyx
Asphyx

Fazit: Die Bandauswahl war hervorragend. Auch wenn man das Festival nur wegen zwei oder drei Bands besucht hatte, Langeweile oder Trostlosigkeit kam zu keiner Zeit auf. Die eingangs erwähnten Unwäglichkeiten werden bestimmt nächstes Jahr ausgeräumt sein. Anreise am Vortag, gemeinschaftliches Campen (Fahrzeug und Zelt) möglich, eine zweite Biersorte und stabile Becher.

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Ich freue mich auf nächstes Jahr. Dann findet das Storm Crusher Festival vom 15.9.-17.9.2017 wieder in der Wurzer O’Schnitt Halle statt. Folgende Bands sind schon bestätigt und werden dieses Festival wieder zu einem Highlight im Kalender machen: Exciter (CAN), High Spirits (USA), Oliver/Dawson Saxon (UK), Iron Curtain (ESP), Vulture (GER), Fatal Embrace (GER).

Links zum Veranstalter: http://www.storm-crusher.de/

Links zum Festival: https://www.facebook.com/StormCrusherFestival/?fref=ts,

Text: Hans-Jürgen Schmidt
Fotos: Sandra Heim

Vincent will Wacken

wacken-2016-239Wacken 2016 / Mi.04.08, Do.05.08, Fr.06.08. Sa.07.08.16:

Mittwoch der 04.08.16:

Das Wacken Open – Air 2016 stand für mich dieses Jahr fest mit auf dem Zettel und war lange eingeplant auf meiner Festival und Konzertliste. Ich hatte mir doch nach dem Festival 2007 geschworen nicht mehr zum W.O.A. zufahren oder mich für dieses Festival zu interessieren.

Waren die Erfahrungen der Vergangenheit doch zu negativ. Kommerz, Ausverkauf der Metal Szene, Volksfest, Mallorca – Party, W.O.A. Touristen, Gaffer, die Presse, Radio und TV. Stationen die nun ausführlich und fast stündlich über das W.O.A. berichten? Die Kritik ist sicherlich begründet und liegt für viele Metaller auf der Hand.

Auf der anderen Seite stand für mich eine Einladung die ich nicht ausschlagen konnte. Hatte doch im Vorfeld ein guter Kumpel die ganze Wacken Tour sehr genau geplant, mir ein Zimmer mitgebucht und das Wacken Ticket günstig ersteigert. Nun konnte ich nicht mehr Nein Sagen, War doch das Billing für dieses Jahr 2016 sehr verlockend. wacken-2016-258

Also habe ich meine sieben Sachen gepackt und los ging es am Mittwoch den, 04.08.16. um 7.00h. morgens Richtung Wacken. Ein Kumpel holte uns mit seinem KFZ. ab und fuhr uns zum Festival nach Wacken. Dort kamen wir dann ohne Stau oder Zwischenfälle sicher und bester Laune an. Wir checken in unserem Zimmer ein und das verlängerte Metal Wochenende konnte jetzt starten. Das Wetter war am Mittwoch recht durchwachsen, mal Regen dann wieder Sonnenschein (W.O.A. / Rain or Shain). Das W.OA. begrüßte uns offen und freundlich.Das erste kalt Getränk wurde genossen und los ging es zur Bändchenausgaben.

Wir hatten uns im Vorfeld schlau gemacht und einen Termin im Dorf mit Ron Paustian vereinbart. Der gute Mann ist “Inclusions Men Of The Year” und arbeitet für die Internet Seite “New Metal Media, Inklusion Muss Laut Sein” und engangiert sich seit sehr vielen Jahren in der Metal Szene für Menschen mit Beeinträchtigungen. Nun endlich hatte ein persönliches Treffen mit Ron Paustian geklappt und er erschien pünktlich. Nach kurzem “Small Talk” und gegenseitigen Symphatie Bekundungen ging die Reise los. Ron beschrieb kurz sein Aufgabenfeld und zack hatten wir Beide (ein Kumpel und ich) unsere Einlassbändchen für vier Tage Festival.wacken-2016-238

Voller Vorfreude wurde nun das Festival Gelände (in Field) besichtigt. Es bot sich uns ein Blick zwischen vielen Getränke/ Essens Buden, Mech. Ständen, sehr viel Matsch und ein Meer aus schwarz gekleideten Metallern, wohin wir auch guckten. Wir gingen über das Gelände Richtung Bullhead /Zeltbühne, vorbei an einem umgebauten Army Transporter mit der knall roten Aufschrift Teufel. Auf diesem “Biest” standen zwei DJs. die den gesamten Tag Metal Scheiben in einer Hammer Lautstärke spielten. Im Zelt angekommen, standen zwei große Bühnen vor uns, links die WET- STAGE und auf der rechten Zelt Seite die HEADBANGERS -STAGE.

An den beiden Seiten des Zeltes befanden sich Getränketresen, nur vom aller feinsten Becks Bier. Hier fühlten wir uns wohl und der Untergrund war mit Platten befestigt. Wir sahen nun viele Underground Bands die es in das Finale des International Wacken Metal Battles geschafft hatten. Hier waren ein paar Perlen dabei, von denen die Welt bis heute noch nie etwas gehört hatte. Leider habe ich viele der Namen vergessen, es waren einfach zu viele Bands, die es wert wären hier erwähnt zu werden. Spät traten wir die Rücktour zu unserer Unterkunft an, vorbei an der W.O.A. Party Meile, mit vielen Biergärten usw.

Unsere Kleidung und Schuhe waren durch den Regen komplett durchnässt, was unserer Stimmung aber keinen Abbruch tat.

Donnerstag der, 05.08.16:

Das Erwachen am Morgen war hart, hatten wir doch am Vorabend viele alte und neue Bekannte getroffen und mit ihnen gefeiert. Doch nach einem ausgiebigem Frühstück und guter Laune ging es in die nächste Runde. War doch die Freude über den heutigen Headliner Iron Maiden groß. Uns führte unser Weg direkt wieder zur Zeltbühne, wo uns schon Henry Rollins  mit einer langen Rede zur Lage der Welt erwartet. Nach 10 Minuten schaltete ich ab, wenig Musik nur Gerede – nicht mein Fall.

Im Anschluss spielte auf der Bühne der WET-STAGE eine Band mit viel elektronischem Bass und kreisch Gesang, aus Israel meine ich. Es wurde nun Abend und das Gelände vor den beiden großen Hauptbühnen füllte sich mit vielen Menschen, Iron Maiden stand auf dem Programm und begannen auch pünktlich gegen 21.30h. Wir hatten uns einen guten Platz auf einem Podest erkämpft und einen Top Blick Richtung Bühne. Zur Einleitung wurde ein kurzer Trailer über die aktuelle Scheibe über die Leinwände gespielt.

Bruce Dickinson, Sänger von Maiden stand auf den Brettern und legte los. Es wurden viele Songs von der Neuen Scheibe The Book Of Souls gespielt. Die Bühne war im alten Maya Stil aufgebaut und sah mit dem Licht und der Technik phantastisch aus.

So hielt Sänger Dickinson eine Rede über die Bandgeschichte und die Maiden Fans generationsübergreifend. Der Mann war in guter Verfassung und kündigte im nächsten Jahr das Ende von Iron Maiden an, bedankte sich mehrfach bei seinen Fans und Wegbegleitern für ihre Treue. Zum Ende der Show wurde alte Klassiker wie z.B. THE NUMBER OF THE BEAST, THE TROOPER oder POWER SLAVE gespielt. Auch lief wie bei vielen Maiden Shows Eddy das Band Maskottchen über die Bühne und sorgte für ordentlich Stimmung bei den Zuhörern.

Es hatte nun wieder angefangen zu regnen, was gut zur Maiden Show passte. Wir wurden wieder nass bis auf die Knochen und schleppten uns Richtung Unterkunft, leider hatten Tausende andere die gleiche Idee, was die Rücktour verzögerte. Hier geht noch einmal ein Riesen Dank an Ron Paustian, der auch hier den längeren Hebel vor dem Veranstalter hatte und uns helfen konnte.

Freitag der, 06.08.16:

Wir schreiben Freitag, die ersten Ausfallerscheinungen machen sich bei uns alle bemerkbar, doch auch das gehört zu einem Festival wie diesem mit dazu. Das Wetter besserte sich und es scheint die Sonne an diesem Tag. Das Dorf füllt sich von Tag zu Tag mit immer mehr Partyvolk aus aller Welt. Auch viele verkleidet Freaks in unterschiedlichen Kostümen wie z.B. Superman, Spiderman oder Spezialisten in Spandex Hosen mit lackierten Fingernägel und Perücken.wacken-2016-269

Diese tragen bei uns allen zum Unterhaltungsfaktor bei und es wird herzhaft gelacht, so das ich am Ende Bauchschmerzen vor lachen habe und viele Running Gags entstehen. Auch sind die Preise für ein Bier 6.00,- mit Pfand auf dem Festival knackig wie ich finde. So entdecken wir einen günstigen Astra Stand, nur 1,50,- für ein kühles Bier in der Mitte des Dorfes, sehr symphatisch.

Als wir auf dem Festivalgelände angekommen sind sehen wir Die Krupps auf der HEADBANGERS – STAGE, welche elektronisch vorlegen und das Ende der Franzosen von Alcest welche entspannt vorlegen. Es geht dann auch schon heftig weiter.

Die norwegischen Black Metaller von 1349 stehen auf der Bühne der WET- STAGE. Die Band ist bereits bekannt und hat schon in Wacken 2007 gespielt. Die Norweger geben alles was sie haben und lassen ihre Matten schwingen als gäbe es kein Morgen mehr. Feuerspucken und viel Nebel gehört mit zum Programm. Die Musik erinnert mich an Marduk oder Gorgoroth vom Stil her, der Sound ist recht gut für ein kurzes Set wie dieses heute. Der Drummer ist auch dieses mal Frost von Satyricon, der seinen Job richtig gut macht.

Nach dem Feuerwerk geht es erst einmal an die frische Luft. Nach einer kurzen Pause geht es auf der Bühne weiter mit den norwegischen Helden von Ihsahn.

Der Emperor Sänger ist erwachsen geworden und gibt eine breite Auswahl an Musik zum Besten. Mal dunkel und kreischend, dann wieder abwechslungsreich und jazzig entspannt gehen die Herren von Ihsahn zu Werke. Welches den Zuhörer nicht langweilt. Die aktuelle Scheibe Arktis wird abgefeiert und gut angenommen. Sänger Ihsahn spielt dann auch klassische Heavy Metal Nummern welche bei mir keine Fragen mehr offen lassen, dass der Mann ein hervorragender Musiker ist. Ihsahns Bruder wird kurz hinter den Keys vorgestellt, so das die halbe Familie nun auf der Bühne steht.

Nach dem Brett geht es dann weiter auf der Hauptbühne mit Whitesnake, welche Freunde unbedingt sehen wollen. Es erwartet uns klassischer Heavy Metal mit auf topierten Haaren und viel Make – Up. Im Anschluss machen wir dann Feierabend und gehen schlafen.

Samstag der, 07.08.16:

Es steht der letzte Festival Tag auf dem Programm. Ich werde morgens von einem Hagelschauer geweckt, der dann aber abzieht und die Sonne erscheint am Himmel. Nun heißt es sich wieder fit zu machen und den Grill an zuschmeißen der auf dem Balkon steht. Nach einer ausführlichen Grillung starten wir.

Im Dorf werden alle der Reisegruppe wiedergefunden. Um uns herum ist es schon mittags brechend voll und es ist kein Durchkommen mehr möglich. Durch Schleichwege erreichen wir dann das Festivalgelände. Stehen im Matsch ist mittlerweile zum Standart geworden und wir gucken uns auf der Hauptbühne die Band Steel Panther an.

Hier erwartet und eine Mischung aus auf toupierten Haaren, Sonnenbrillen, Spandex Hosen, Porno Metal und Proll. Die ganze Show wird mit vielen weiblichen Models auf der Bühne präsentiert, die aufreizend die Musiker antanzen. Viele Ansagen des Sängers gehen in Richtung Porno. Die Musik bei Steel Panther ist eher zweitrangig, es zählt hier einzig die Show, die vom Zuhörer gut angenommen wird.

Im Anschluss sehen wir die Amerikaner von Twisted Sister auf der Hauptbühne. Die Band ist hinreichend bekannt und seit über 30 Jahren im Rock Geschäft tätig. Sänger Dee Schneider ist bereits 67 Jahre alt, aber immer noch durchtrainierter als viele seiner Zuhörer. Die Band rockt ein ordentliches Set herunter und es werden viele Klassiker gespielt wie z.B. WE”RE NOT GONNA TAKE IT. Dieser Song wird von vielen und besonders den älteren Zuhörer mitgesungen und abgefeiert. Auch diese Band ist lange keine sechzehn mehr und hat so laut Sänger vor bald in den wohl verdienten Ruhestand zugehen.  Dieses Twisted Sister Konzerte ist für uns dann das letzte auf unserer vier tätigen Konzertreise welches wir uns in Wacken ansehen werden.

Die Koffer und das Auto sind bereits gepackt und wir treten gegen 1.00h. nachts die Rückreise in die Heimat an. Wir verabschieden uns schweren Herzens von vielen alten und neuen Bekannten, vielen Eindrücken und den heiligen Feldern Wackens. Die Heimreise verläuft außer das wir auf der Landstraßen noch geblitzt werden ohne weitere Zwischenfälle und Staus ab. Das wird ohne große Aufmerksamkeit in Kauf genommen haben alle von uns ein schönes und abwechslungsreiches Metal Wochenende hinter sich gebracht.

Fazit:

Dadurch das viele Medien wie z.B. TV, Radio, Internet und Magazine ausführlich und täglich über das W.O.A. berichtet und der normale – Bieder Mann – genauestens im Bilde war was auf dem größten Metal Fest dieses Planeten so alles vor sich ging. Auch nerven die vielen überflüssigen Sensations-Touristen und W.O.A. Mallorca Typen. Dennoch überwiegte bei uns das positive Erlebnis eines Festivals wie dem W.O.A. 2016. Wir erlebten viele interessante und hilfsbereite Menschen / vorne weg, Ron Paustian der vieles möglich machte, gute Konzerte, viel Matsch/ Regen, eine tolle Unterkunft, gutes Essen und Getränke sowie viele neue und unbekannte Bands aus aller Welt.

Ihr könnt also auch hier Spaß haben, auch wenn das Festivalticket für 2017, 220,- Euro kosten soll und schon viele Ticket verkauft sind.

Stay Metal

Vincent will Metal

Meltdown – Festival: Sa. den, 03.09.16. in Schuby

Das Meltdown – Festival 2016 geht in die fünfte Runde und kann auch dieses Jahr 2016 an anderer Stelle in Schuby bei Schleswig statt finden. Das Festivalgelände liegt verkehrsgünstig gelegen an der A7 und in einem Gewerbegebiet versteckt. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein, grüne Wiesen, frische Luft und entspannte Menschen? Also heißt es in Kiel spontan am Samstag Mittag Sonnenbrille und Capi. aufsetzen und ab zum Hbf. Wo ich dann auch schon einen Kumpel treffe. Am Kieler Bahnhof ist wie immer so einiges los, viele Touristen strömen in und aus den ankommenden Zügen, es ist Ende der Sommerferien. Die Zeit bis zur Abfahrt des Zuges nach Schleswig reicht noch für einen Kaffee.
Die Hinfahrt verläuft recht unspekatulär und entspannt ab. Sind wir doch rechtzeitig und voller Vorfreude gestartet. Die Eindrücke vom letzten Meltdown – Festival 2015, in der Pionier Straße, bei Schleswig (alter Veranstaltungsort), sind noch im Kopf gespeichert. Als wir pünktlich in Schleswig ankommen scheint bereits die Sonne und unsere Reise geht nun mit dem Taxi Richtung Schuby weiter. Unserer Fahrer ist von der schnellen Sorte und setzt uns direkt vor dem Festivalgelände ab. Der Eintritt kostet dann 15,00 und jeder Gast bekommt ein schickes Festivalbändchen und einen Pin vom Meltdown 2016. Wir sind erstaunt wie gut organisiert das Festival gemacht ist. So erst einmal einen Überblick der Lage verschaffen und ein kalt Getränk, für günstige 1,50,- das Bier besorgen. Das Festival findet auf einer großen Gras Koppel statt und ist übersichtlich mit kurzen Wegen zu den beiden Bühnen gelegen.
Es befinden sich viele Sitz Gelegenheiten wie Bierbänke auf den Gelände auf denen wir platz nehmen können. Die Sonne scheint und wir treffen viele bekannte Gesichter. Da legt vor uns auf der Mainstage die Band STEEL CRASHER schon los. Die Herren verstehen ihr Handwerk und präsentieren uns klassischen Heavy Metal der Markt Iron Maiden und Judas Priest.
STEEL CHRASHER sind frisch seit April 2016 im Geschäft und der Sänger Danu wirkt auf uns selbstbewusst und motiviert ein gelungen Set zurocken. Auf der Stage 35 (Zeltbühne) donnern die Death Metaller von TORTURE GUT los als ob es kein Morgen mehr gäbe. Die ganze Show klingt nach amerikanischen CANNIBAL CORPSE Slam Death Metal. Ein Cover der Helden „HAMMER SMASHED FACE“ wird zum Besten gegeben. Um 17.15h. stehen die Kielern von SYMER auf der Mainstage zocken eine Mischung aus Punk/ Hardcore und Thrash Metal. Ich habe diese Band nie live sehen können, heute zum ersten mal. Der Sänger bellt in sein Miro, die Texte sind Gesellschaft kritisch und kreiden Missstände an.
Die beiden Gitarristen sind Top fit und können überzeugen. Der Gesang ist mir dann noch auf Dauer zu eintönig und monoton. Um 19.00h. geht es auf der Mainstage mit BLIZZEN mit Heavy Metal ans eingemacht. Der 80ziger Jahre Metal der jungen Burschen kommt beim Publikum gut an und viele Matten fliegen durch die Luft. Auf der Zeltbühne treten jetzt meine Favoriten aus Chile von THORNAFIRE auf. Es erwartet den Hörer eine interessante Mischung aus Death/ Thrash Metal Elementen welche auf den Punkt gespielt werden.
Der Sänger röhrt und kreischt alles was der hat aus sich heraus. Diese Truppe aus Chile hat es wirklich in sich, auch wenn nur ein Gitarrist hier glänzen kann. Steht im Zelt ein feste entschlossene Soundwand. Wir feiern unsere Helden bis zum letzten Song ab. Wunderbares Set, später am Bierstand können wir noch kurz mit dem symphatischen Sänger ein paar Sätze wechseln, der sich bis Ende September noch auf Deutschland Tour befindet. Nach einer Pause entern die russischen Black Metaller von DRAUGGARD die Bretter der Stage 35.
Die drei Russen hinterlassen nun verbrannte Erde und machen keinen Gefangenen. Die Patronengurten und Killernieten glänzen und der Sänger kreischt motiviert ins Publikum. Als Headliner dieses Abend stehen nun die Herren von CROSSPLANE auf der Mainstage und bieten dem Zuhörer eine gelungene Mischung aus Rock n Roll ala MOTÖRHEAD.
Die Herren kommen aus dem Ruhrpott ONKEL TOM und EXHUMER Mitglieder dürfen vielen unter euch ein Begriff sein. Nach dem Brett treten wir die Rückreise an und haben unsere Rückfahrgelegenheit gefunden. Es hat mittlerweile angefangen zunieseln und wir verlassen zufrieden das Meltdown – Festival 2016. Mein Fazit: Das fünfte Meltdown – Festival 2016 war für mich ein entspanntes, günstiges und interessantes Festival. Weit ab – bereits ausgetretener Pfade haben es hier die Veranstalter mal wieder geschafft ein und unkommerzielles Festival von Fans für Fans auf die Beine zustellen. Ein schöner Abschluss der Outdoor Festivalsaison und wir wollen hoffen das das Meltdown – Festival auch im Jahre 2017 in die nächste Runde an der gleichen Stelle gehen kann.

 

Krach am Bach 2016

Krach am Bach  5.8. – 6.8.2016 – Beelen

Text: Hans-Jürgen Schmidt
Fotos: Hans-Jürgen Schmidt

Warum in die Ferne schweifen wenn das Gute ist so nah. Treffender kann man es nicht ausdrücken wenn das „Krach am Bach“ Festival beschreibe. Atmosphäre in Worte zu fassen ist de facto nicht einfach und die richtigen Worte für dieses Festival zu finden ebenso. Aber ich will es mal versuchen. Also, wir reden über green camping, über fair trade merch, über Preise die nicht von dieser Welt zu sein scheinen (Bier 2€, Cola, etc 1€), über ein sehr schön angelegtes Gelände und eine außergewöhnliche Bandauswahl. Ok, mag man denken das ist so ein kleines Ding, aber weit gefehlt – das ist es bei weiten nicht. Immerhin sind es knapp 2500 Zuschauer die den Weg nach Beelen, in der Nähe von Warendorf gelegen, finden. Dazu kommt nach, dass der Überschuss immer mehren gemeinnützigen Organisationen zu Gute kommt.  Das Camping Areal ist zweigeteilt. Party am Festivalgelände und Ruhe etwas weiter entfernt. Durchaus eine gute Wahl da es auch nur ca. 7 Gehminuten sind aber nachts wirklich ruhig ist. Es wird ein Müllpfand von 20€ erhoben den man zurückerstattet bekommt wenn der Platz ordnungsgemäß verlassen wird. Von daher ist Müllvermeidung der richtige Weg.

Das Festivalgelände ist liebevoll gestaltet. Es gibt zwei Bühnen. Die High Horse Stage ist die Hauptbühne, die Waltzing Wannerupp Stage ist die kleine Nebenbühne. Die Konzerte laufen abwechselnd, so dass es keinerlei Langeweile gibt. Die Wege sind kurz. Kulinarisch bleiben keine Wünsche offen, vom Veggie Burger über Pizza bis hin zu Nudeln ist alles vertreten. Auch ein Eis-Stand durfte nicht fehlen ebenso wie die Cocktail Bar.

Samavayo
Samavayo

Musikalisch wurde der Reigen am Freitag von Samavayo eröffnet. Ihr Gitarrist ist Iraner,
einige Songs werden auf persisch gesungen. Muss man sich vorstellen, eine Stoner Band die sich persischer Lyrics bedient. Das nenne ich mal weltoffen. Die Ansagen kamen auf Deutsch und trotz mehrmaliger Aufforderungen kamen nicht mehr Nackige vor die Bühne. Das neue Album heisst übrigens „Dakota“. Acht Jahre gehen schnell rum, die Band war vor acht Jahren das letzte Mal auf dem „Krach am Bach“. Auf der Waltzing Wannerupp Stage heizten anschliessend Stonerhead ein. Die drei aus Bielefeld, einer Stadt die es ja gar nicht geben soll, drehten richtig am Rad. Gitarrist Philip Blavius  zeigte dass auch das Instrument mit einem durchgehen kann. Cooler Stonerrock, live prima anzuschauen.

Die nächste Band war einer der Gründe dieses Festival aufzusuchen. Die Rede ist von Wucan aus Dresden. Die Idee, Rock mit anderen Instrumenten zu kreuzen ist wahrlich nicht neu aber

Wucan
Wucan

kann immer wieder schön sein. Zu den Standardinstrumenten gesellten sich hier Querflöte und Theremin, beides von Frontfrau Francis gespielt. Wucan gab sich sehr druckvoll auf der Bühne. Das hatte ich so nicht erwartet. Na klar waren alle bekannten Songs am Start. Das letzte Stück „Wandersmann“ lädt zum improvisieren ein, diese Einladung wurde dankend angenommen. Gesanglich gab es sogar Nina Hagen Anleihen. Ta tatata tatata tatatatatata taaaaa – „Sounds like metal, yeah?“. Schon ging es los: Mein Nebenmann, nebst Frau intonierte „My mother was a witch, she was burned alive…“  – zweifelsohne hier wurde „Am I Evil“ von Diamond Head als Zugabe goutiert. Mähnen wurden geschüttelt, Fäuste gen Himmel gestreckt.

Nun war es Zeit für Elektro-Indie-Rock. Zuständig waren Langtunes aus dem Iran. Auch sie waren vor einigen Jahren schon mal auf dem Festival. Für mich war es an der Zeit mal an die Nahrungsaufnahme zu denken.

Mars Red Sky war eine meiner Entdeckungen de vergangenen Jahres. Durch den Kontakt mit der Band  schaffte ich es noch, einige Tonträger nachzubekommen. Sie starteten mit einem Hybridsong, bestehend aus dem Intro von „The Light Beyond“ und „Appex 3“ beendet mit

Mars Red Sky
Mars Red Sky

einem 10 sekündigen „Sapphire Vessel“ in den Gig. Kein Stück um abzurocken aber man konnte sich bedächtig einhören. Anfänglich kam der Sound nicht so gut rüber aber das besserte sich im Laufe das Gigs. Die Franzosen spielten einen souveränen Stiefel in der schon bekannten ruhigen Art. Beendet wurde der Auftritt mit dem großartigen „Strong Reflection“ .

Mother's Cake
Mother’s Cake

Mother’s Cake durften im Anschluß die Waltzing Wannerupp Stage in Schutt und Asche legen. Die Österreicher zündeten ein Feuerwerk verschiedener Stilrichtungen, durchaus rockig, durchaus funkig und nie langweilig.

Greenleaf ist schon eher bekannt. Die kauzig daherkommenden Schweden sind auch wirklich schon lange unterwegs und mussten sich ihre Akteptanz durch unzählige Clubshows hart erarbeiten. Das ist mal richtig cooler Stoner Rock. Gitarrist Tommi Holappa verdiente sich auch bei diesem Auftritt wieder Höchstnoten. Coole Riffs und Licks und alles sehr schweisstreibend. Modisch kein Trendsetter aber

Greenleaf
Greenleaf

stimmlich allemal erste Liga ist Sänger Arvis Johnsson. So treibt man Songs nach vorne. Es gab auch wieder mal ein Drumsolo und mit „Goin‘ Down“ noch ein schönes Freddie King (Don Nix) Cover zum Abschluss.

Musikalische Zweierbeziehungen gibt es ja mittlerweile des Öfteren. Gittare mit Drums, Bass mit Drums, alles scheint möglich und ein zusätzliches Instrument wird nicht vermisst. Powder for Pigeons ist ein australisch/deutsches Duo in der Gitarren/Drums-Besetzung Musikalisch konnten sie auf der kleinen Bühne ein veritables Stoner/Doom Gemisch zum Besten geben und hinterließen nach dem letzten Stück „Said & Done“ ein zufriedenen dreinschauendes Publikum.

Powder for Pignons
Powder for Pignons

Electric Moon hatte dann im Anschluß die Aufgabe für einen schönen Ausklang des ersten Tages zu sorgen. Das Trio tat dieses  mit psychedelisch angehauchtem Rock der gut und gerne in den 70ern beheimatet sein könnte. Eine Klangwolke die einen direkt ins Nachtlager beförderte.

Tag zwei begann mit einem gutem Frühstück – Leute das Frühstück ist der Hammer – und der Vorfreude auf die erste Band. Dead Lord sollte diesen Tag eröffnen und sie taten es gewaltig. Die Strategie, solche Bands an den Anfang zu stellen, kann nur sein: Die Leute sollen auf’s Gelände. Trotz eines kräftigen Katers, den sie
ignorierten „Don’t Give A Damn“ knallten sie voll los. Twingitarren at its best, eine tolle Show und auch der Hinweis dass einiges auf dieser Welt nicht in Ordnung ist „History repeats itself again“, „Ruins“.  Sänger und Gitarrist Hakim Krim lässt die Gitarre bei „Onkalo“ schluchzen dass es einem fast das Herz sprengt, das Gitarrenduell darf natürlich nicht fehlen und auch nicht die Hommage an Lemmy „Stone Deaf Forever“ als Zugabe.

Dead Lord
Dead Lord

Es regnete wieder in Strömen als Metzer 58 angingen ihr Inklusionsprojekt an den Mann/die Frau zu bringen. Musikalisch nicht so meins, da nicht ich scheinbar der Punk Szene „entwachsen“ bin. Die Idee ist aber 1a.

Als Mutiny Of The Bounty die Bühne betraten, kam die Sonne heraus und das unbeständige Wetter hatte ein Ende. Damit war klar dass das Festival dieses Jahr, vom Schlechtwetter verschont, zu Ende gehen wird. Das Areal vor der Bühne füllte sich mehr und mehr und vier Instrumentalisten konnten ihren verspielten, von häufigen Breaks und Tempiwechseln durchzogenen -hmmm vielleicht- Space Rock vor schöner Kulisse spielen.

Town Of Saints wollte ich schauen, aber auch der geneigte Schreiber ist nicht vor Essens- und Getränkeaufnahme gefeit. Hole ich aber nach – versprochen!

Glowsun
Glowsun

Letztes Jahr im Vortex durfte ich Glowsun schon einmal bestaunen und die Wucht ihrer Musik in dem kleinen Club war enorm. Ich war gespannt wie das auf einem Festival klingen würde und ich war überrascht. Es funktioniert tatsächlich. Der gesamte Gig war wie aus einem Guss und nach und nach entstand ein Klangteppich, von teilweise düsterer Dichte, der schnell an Fahrt aufnahm.

„Elysian Pleasures“ heisst das neueste Werk von Carpet, einer Band aus Deutschland. Prog meets Jazz meets Rock. Vielleicht kann man es so umschreiben. Ein schöner Auftritt mit einem ungewöhnlichen „Ace Of Spades“ als Abschluss.

The Grand Astoria beschäftigen sich mit guten Gitarrenriffs, eingängigen Melodien und einem gesunden Schuss Härte. Dies Mischung präsentierte die Band aus St. Petersburg mit Inbrunst. „Now Or Never“ hat sogar Hitcharakter. Da sag ich mal „sa sdorowje“ und mach mir ein Bier auf.

Für Wilhelmfreddie gilt das gleiche wie schon etwas vorher erwähnt. Ich hole es nach – versprochen!

The Vintage Caravan
The Vintage Caravan

Das The Vintage Caravan abräumen, da gibt es keine zwei Meinungen. Die Isländer haben ihren zwei Longplayern „Voyage“ und „Arrival“ eine hohe Präsenz auf Festival und Konzerten folgen lassen. Ihre Show ist voll von gutem Stageacting, beinhaltet tolle Songs, auch die Improvisation kommt nicht zu kurz und das alles schon in diesem Alter – beeindruckend! Bleibt nur zu hoffen, dass sie nicht so gehypt und glattgebügelt werden wie schon so manche Band davor.

Them Moose Rush
Them Moose Rush

Aus Kroatien kommen Them Moose Rush. Stark an die 80er erinnernd spielten sie einen Mix aus experimentellen Klanggewirken unterlegt mit rockigem Groove, allerdings nie zwingend und treibend. Vielleicht war ich auch nur zu müde dafür?!

Color Haze
Color Haze

Das Festival beenden sollten Color Haze. Wer
mit Jane, Epitaph, etc. aufgewachsen ist, der ist sofort drin. Zusammen mit einer gelungenen Light Show, die das musikalische Wirken sehr gut unterstrich, konnte man die letzte Band des Abends bei kühler werdenden Temperaturen genießen.

Zusammenfassung:

Das ist mit Sicherheit ein Festival welches direkt einen festen Platz in meinem Terminkalender bekommen hat. Warum? Zwei Tage, tolle Bands – eigentlich für jeden etwas dabei. Zwei Bühnen aber man verpasst nichts. Für das leibliche Wohl ist in höchstem Maße, zu unschlagbaren Preisen, gesorgt. Die Merchartikel werden nicht von asiatischer Kinderhand genäht und sind trotzdem sehr günstig. Kaufen ist hier ein Muss. Campen, mit Zelt, Bulli oder WoMo, ist bestens organisiert. Die Wege sind kurz.

Mit einem Wort:

Fantastisch!

Web-Site des Festivals

Facebook Präsenz

Hier noch ein paar Eindrücke:

Headbangers Open Air 2016

Headbangers Open Air

Brande-Hörnerkirchen 28.07.2016 – 30.07.2016

Text: Hans-Jürgen Schmidt
Fotos: Hans-Jürgen Schmidt, Sandra Reinhold (Holy Moses, Sacred Reich)

Die wohl beste Grillparty der Welt steht an und zwar zum 19. Mal. Thomas Tegelhütters Garten ist wieder für Heavy Metal Freude und Gleichgesinnte am letzten Juli Wochenende geöffnet. Das Billing kann sich wieder sehen lassen. Es fehlen zwar, wie auf manch anderem Festival, der oder die Mega Headliner, dafür bekommt man aber hochwertige, zeitlose Performance dargeboten und um es vorweg zu nehmen: auch dieses Jahr war kein richtiger Ausfall dabei. Nebenbei wird man vom Tresenteam und auch an den im angrenzenden Biergarten zu findenden verschiedenen Verköstigungsständen bestens versorgt und das für relativ schmales Geld.

Das, für dieses Wochenende angekündigte, schlechte Wetter kam nicht und somit wurde es wieder ein rundum gelungenes Wochenende.

Für die musikalische Versorgung waren zuständig:
Donnerstag 28.7.16
16.00 -16.45 Kryptos
17.05 -17.50 Tytan
18.10 -19.00 Angelus Apatrida
19.30 -20.40 Bonfire
21.10 -22.10 Angel Witch
22.40 -24.00 Armored Saint

Freitag, 29.7.2016
12.00-12.45 Steelpreacher Bierfrühstück !
13.05-13.55 Resistance
14.15-15.00 Night
15.20-16.20 Killen
16.40-17.40 Ostrogoth
18.10-19.20 Q5
19.50-20.50 Holy Moses
21.20-22.50 Ross the Boss
23.30-01.00 Sacred Reich

Samstag, 30.07.2016
12.00-12.45 The Deep
13.05-13.55 Salem
14.15-15.10 Air Raid
15.30-16.20 Desolation Angels
16.40-17.40 Vardis
18.00-19.10 Trespass
19.30-20.50 ODSaxon
21.20-22.40 Denner/Shermann
23.10-00.40 Rage meets Refuge

Es gab auch wieder Meet&Greet mit allen Bands. Dieses fand in einem kleinen Zelt am Rande das Marktes statt.

Wie schon in den vergangenen Jahren hatten die Veranstalter ein sehr feines Händchen für die Bands die die jeweiligen Tage eröffneten. Sei es Kryptos am ersten Tag oder Steelpreacher und The Deep an den darauf folgenden Tagen, es war immer ein prima Start der die Lust auf mehr erweckte.

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Tytan

Leider konnte ich dem Auftritt von Kryptos nicht beiwohnen, wurde aber aufgeklärt dass ich fürwahr etwas verpasst hatte.

So stieg ich bei Tytan ein, eine Band die es eigentlich gar nicht mehr gibt oder doch wieder? Egal, sie machten einen klasse Job. So bestand das Set überwiegend aus Stücken ihres einzigen Albums „Rough Justice“ aus dem Jahre 1985. Metal aus den 80-ern ist halt zeitlos. Kev Riddles, das einzig verbliebene Gründungsmitglied der Band hat sichtlich Spaß treibt seine Mannen wahrlich zu musikalischen Höchstleistungen an.

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Angelus Apatrida

Danach stehen Angelus Apatrida auf dem Programm. Die Spanier sind keine Newcomer, sondern vielmehr seit weit über 10 Jahren unterwegs. Sie brachten es auch schon auf fünf Album, das letzte, „Hidden Evolution“, datiert aus dem Jahre 2015. Ihr Speed Metal mit Thrash Einflüssen kam sehr gut an und die ersten  Mähnen kreisten. Ich werde mich mal mit ihren  Tonträgern beschäftigen müssen.

Bonfire spielten leider zur unglücklichen Abendbrotzeit. Diese Band hatte ich in jüngster Zeit schon oft gesehen und somit nutze ich ihren Auftritt um mich nahrungsmäßig auf Stand zu bringen.

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Angel Witch

Angel Witch waren auch schon früher nicht so meins. Allerdings sie nur auf den gleichnamigen Song zu reduzieren wäre unfair, haben sie doch mit „Angel Of Death“, „Baphomet“ und „Atlantis“ weitere Songs mit Hitpotential geschaffen. Diese Songs fanden sich, na klar, auch in der Setlist wieder. Die Band wirkte eingespielt und hatte Spaß an der Sache. Der gute Laune Funken sprang auch auf das gut mitmachende Publikum über.

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Armored Saint

Auf Armored Saint hatte ich mich sehr gefreut. Trotz meines reiferen Alters hatte ich sie noch nie live gesehen. Was ich aber dennoch sah und hörte war aller Ehren wert. Die Band ging mit „Win Hands Down“ ins Rennen und legte ordentlich nach. Auf meinem, eigens für die Anfahrt erstellten, Mix-Tape befanden sich auch „An Exercise In Debauchery“ und natürlich „Reign Of Fire“. Der Sound war klasse und ausgewogen, das Bier schmeckte und mit „Can U Deliver“ und „Mad House“ ging dieser Auftritt viel zu schnell zu Ende.

Zu Ende ging dann auch, nach dem einen oder anderen Getränk, der erste Festivaltag bei schönem Sommerwetter.

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Bierfrühstück mit Steelpreacher

Tag zwei startete mit durchwachsenem Wetter. Also etwas länger schlafen, gut frühstücken und vor zur Bühne. Frühstücken? Da war doch was. Genau, Bierfrühstück mit Steelpreacher. „We want Metal…“ „We want beer…“ Wechselseitige Anfeuerungsrufe zwischen Publikum und Band eröffneten den zweiten Festivaltag. Das sie sich selber nicht so Ernst nehmen macht diese Band sympatisch. Immerhin ernten sie jetzt den Lohn der Arbeit und dürfen „nach 15 Jahren Arsch aufreissen“ nun auf dem HOA spielen. Weil alles so schön ist, wurden die ersten Reihen im Anschluss mit Bier gefüllt.

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Resistance

Weiter ging es mit Resistance, einer Band über die ich imVorfeld wenig herausbekommen habe. Ein Kumpel lief mir über den Weg und erklärte mir, na klar, die spielen US-Metal. Da ich genau diese Stilrichtung wieder für mich entdeckt hatte , war ich natürlich etwas neugierig. „Vlad“ hieß der Opener und zog mich gleich  in den Bann, aber so richtig US-Metal war es für mich nicht. Trotzdem fand ich es ziemlich gut. Wissend das die Band nicht so bekannt ist, wurde in der Mitte des Sets noch „Swords And Tequilla“ eingestreut und damit die Spannung hochgehalten. Mit „Metal Machine“ wurde auch ein neues Stück präsentiert welches auf der neuen Scheibe (VÖ 01/17) zu hören sein wird

Night
Night

Night aus Schweden starten mit „Power“ vom 2015er „Soldiers Of Time“ Album, gefolgt von“Into The Night“ und „Running The Night“ vom 2013er Erstlingswerk. Nach dem Mitsing-Stück „Across The Ocean“ war dann ein wenig die Luft raus. Die Jungs spielten aber dann doch gekonnt ihren Stiefel runter und drückten so Manchem ein Grinsen ins Gesicht.

Killen
Killen

Die nächste Band des Nachmittages Killen war mir dann auch so ganz und gar nicht geläufig. Es gab kontroverse Diskussionen um die Besetzung die aber letztendlich nicht zu einem validierten
Ergebnis führten.  Mitch Thylacine an Gitarre und Gesang bemühte sich die Fäden zusammen zu halten aber mich haute die Performance und letztendlich auch der Sound nicht vom Hocker.

Auf Ostrogoth hatte ich mich schon sehr gefreut, nenne ich doch die „Last Tribe Standing“ mein eigen und hatte sie auch mehrmals durchgehört. Von der Performance wurde ich nicht enttäuscht und meinen Lieblingssong „Full Moon’s Eyes“ haben sie auch gespielt.

Q5
Q5

„We Came Here To Rock“ war die Ansage von Q5. Zuerst dachte ich sie hätten mit diesem Song schon das Beste an den Anfang gepackt aber ich sollte mich täuschen. Sie spielten einen gekonnten Mix durch ihr Schaffenswerk. Pünktlich zu „Steel The Light“ gingen die Himmelslichter aus und die Schleusen wurden geöffnet. Während wir mit der Sicherung des Camps beschäftigt waren hatten einige Unentwegte noch richtig Spaß vor der Bühne.

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Holy Moses

Am heutigen Tage sollte es Holy Moses treffen. Der geneigte Schreiber dieser Zeilen muss auch an Nahrungsaufnahme und Ruhepause denken. Da wir aber ausgezeichnete Akustik auf unserem Zeltplatz hatten, konnte ich zumindest den Gig aus der Ferne hören. Sie gaben mächtig Gas und Sabina Classen röhrte und growlte was das Zeug hielt. Ich hatte die Band auf der „70000 Tons Of Metal“ gesehen und gesprochen. „Jungle Of Lies“ durfte ich mir seinerzeit wünschen.

Ross The Boss
Ross The Boss

Gänsehaut hatte ich am ganzen Körper als auf dem diesjährigen KIT Festival die Secret Band die Bühne bestieg. Es war kein geringerer als Ross The Boss, der umgeben von ganz ausgezeichneten Musikern ein Oldschool Manowar Set spielte das mit dem  Übersong „Battle Hymn“ ein finale furioso hatte. Vor allem der junge Sänger Mike Cotoia kam stimmlich so nah  an den jungen Eric Adams heran dass man sich in einem Manowar Konzert der 80er Jahre wähnte. So sollte es auch an dem heutigen Abend sein. Den Fluß vom KIT erreichte man wegen einiger, technisch bedingten Pausen nicht aber das tat der Party keinen Abbruch. Natürlich auch hier zum Schluß: „Battle Hymn“.

Sacred Reich
Sacred Reich

Sacred Reich konnten die Spannung hochhalten und taten das mit Bravur. Sie sind eingespielt und das merkte man Ihnen an. Sie spielten sich durch Ihre Alben, unterbrochen durch das Black Sabbath Cover „War Pigs“ und endeten erwartungsgemäß mit „Surf Nicaragua“

The Deep
The Deep

Tag drei startete mit einem ausgiebigen Frühstück und der Reparatur des gestern öfter streikenden Objektives. Nachdem alles erledigt war ging es auf das Gelände. Gähnende Leere vor der Bühne. „Nicht gut für die nun folgende Band“ war mein Gedanke. Von Null auf Dreihundert ging es als The Deep loslegten. Ruckzuck war der Platz vor der Bühne voll. Wie die Derwische fegten die Gitarristen Paul Smith und Mick Feleppa über die Bühne. Die Rythmusfraktion mit Don Wiberley am Bass und dem Schlagwerker Steve Kingsley trieb das ganze nach vorne und Tony Coldham setzte seine sehr guten Vocals drauf. Man könnte meinen ich bin begeistert – ich bin es. Die CD und das T-Shirt zum Bundlepreis von 15€ wurden umgehend gekauft. Oh ja, diese Band war eine meiner Entdeckungen auf dem HOA.

Salem
Salem

Anschließend der nächste Kracher. Aus UK gaben sich Salem die Ehre. Eine Band, die es 1982 gerade mal zu einer Single geschafft hat, dreht hier richtig auf. Gleich der Opener „Dark Days“, Titeltrack der gleichnamigen LP reisst mich schier vom Hocker. Das hatte ich nicht erwartet. Hier waren auch keine Anfänger am Werk, sondern eine eingespielte Band mit Gefühl für Riffs und Melodien. Die beiden Gitarristen Paul Macnamara und Ade Jenkinson sind nicht nur hervoragende Einzelkönner, sondern auch ausgesprochen, sich gut ergänzende, Twin Gitarristen. Die Bühnenpräsenz von Simon Sixby am Micro erinnert ein wenig an eine Mischung aus Coverdale und Plant. Mit „Forgotten Dreams“ vom ersten Album ging dieses Set leider viel zu schnell zu Ende.

Air Raid
Air Raid

Air Raid aus Schweden kann man sich immer anschauen. Oldschool Bühnenshow, geile Songs und mit „Blade In The Dark“ ein Mitsinger im Gepäck. Überraschenderweise hatten sie von der, meiner Meinung nach, sehr starken „Night Of The Axe“ LP nur zwei Stücke im Gepäck, dafür aber mit „I’ll See The Light Tonight“ ein Malmsteen Cover dabei.

Am heutigen Tag waren die Desolation Angels die Band meiner Pausenwahl.

Vardis
Vardis

Vardis, oh Vardis. Ungefähr gefühlte 1.000.000 mal hatte ich mir die „100 M.P.H.“ angehört als sie erschien. Ich war gefangen von der tollen Gitarrenarbeit und den gut arrangierten Stücken. 1980 gab es ja nur begrenzt Informationen über die Bands aber zum Glück hatte ich einen guten Plattendealer der meinen Geschmack kannte und mir die Platte in die Hand drückte. Sie spielten aber nicht nur Songs aus der frühen Phase der Band sondern hatten mit „Red Eye“ (als Rote Augen angekündigt) und „Jolly Roger“ zwei Stücke ihres neuesten Werkes dabei. Gründungsmitglied Steve Zodiac und seine musikalischen Begleiter zogen alle Trümpfe aus dem Ärmel und begeisterten nicht nur die Generation 50+.

Trespass
Trespass

Trespass kam gerade richtig um wieder etwas herunterzukommen. Ihre Musik zeichnet sich durch eingängige Melodien aus und auch die ruhigen Passagen gefallen gut. Die Band wirkt eingespielt und routiniert und das obwohl sie sich 2015 erst wieder reformiert haben.  Das einzig mir bis dahin bekannte Stück „One Of These Days“ rundete einen gelungenen Auftritt ab.

Oliver/Dawson Saxon
Oliver / Dawson Saxon

Das letzte Mal fielen sie der Essenspause zum Opfer. Ärgerlich, denn was ich vor zwei Jahren hörte, gefiel mir sehr. Die Rede ist von Oliver/Dawson Saxon. Graham Oliver und Steve Dawson gehörten zu der ersten Schaffensphase von Saxon und waren an der Entstehung von Werken wie „Wheels Of Steel“, „Strong Arm Of The Law“ und „Denim And Leather“ beteiligt. Im Camp wurde kontrovers diskutiert ob es richtig ist, den Namen Saxon weiterzuführen. Warum eigentlich nicht? Sie haben mit Bri Shaughnessy auch einen Sänger am Start der die Songs authentisch rüberbringen kann und  mit Haydn Conway einen weiteren Gitarristen der die Songs nochmal auf eine anders Level heben kann. Diese Band ist bei weitem keine Coverband. Selbstredend waren alle erwarteten Stücke dabei, sogar die deutsche Nationalhymne wird angespielt. Nach furiosem Beginn gibt es einen langsamen Mittelpart und einen gemäßigten Ausklang.

Denner / Sherman
Denner / Sherman

Auf Denner/Sherman war ich sehr gespannt. Mercyful Fate Stücke gehörten früher, zum Teil auch noch heute, zu meinen All Time Favs. Auch die beiden Denner/Sherman Platten (EP und LP) gefielen mir. Allerdings sind die Stücke schon auf dem Plattenteller nicht einfach zu erforschen und benötigen einige Durchläufe. Mehrere „Don’t Break The Oath“ T-Shirt Träger steigerten meine Vorfreude. Gehört diese Scheibe doch in meine Top Ten. Um es vorwegzunehmen, ich war enttäuscht. Neben technischen Problemen in den ersten Stücken, ein abgebrochener Song und ein Sänger der oft nicht den richtigen Ton trifft treffen auf eine Setlist, die so wohl eher nicht erwartet worden ist. Von dem oben angesprochenen Mercyful Fate Album wurde nur „Descreation Of Souls“ gespielt. Das zum Schluß gespielte „Evil“ konnte mich auch nicht mehr aufmuntern.

Als Rage meets Refuge mit einer halb stündlichen Verspätung die Bühne enterten, lag der Verfasser dieser Zeilen schon im verdienten Schlaf. Beide Bands hatte ich in der vergangenen Zeit öfters gesehen und das lange Wochenende forderte seinen Tribut.

Zusammenfassung:

Danke an die Veranstalter für das tolle Festival. Danke an die Fans vor Ort die genau Festivals wie diese zu einem unvergessenen Erlebnis machen.

Ankündigung:

Nächstes Jahr findet das HOA vom 27.07.2017-29.07.2017 statt. Es wird das 20-jährige Jubiläum gefeiert. Erste Bands stehen auch schon fest. Freut euch auf:

Atlantean Kodex (D)
Black Hawk (D)
Blind Illusion
Paragon (D)
Pretty Maids (DK)
Rock Goddess (GB)
Storm Warrior (D)
Warrant (D)

In diesem Sinne: Make This Garden Burn.

Krach am Bach – Beelen – 5.8.-6.8.2016. Ein Vorbericht

Die ganze Welt schaut am ersten Augustwochenende auf das kleine 1800 Seelen Dorf nördlich von Hamburg, wo das größte Heavy Metal Festival der Welt stattfinden wird. Die ganze Welt? Nein, einige hundert musikalische Feingeister schauen nach Beelen in Westfalen und werden den Weg dorthin finden. Hier wird, in der 23. Auflage, musikalische Feinkost goutiert. Von Doom bis Stoner ist hier alles vertreten auch der klassische Hard Rock, der sowieso nie totzukriegen war, gewürzt mit einer Prise Punk.

Die volle Ladung Open Air Gefühl wird perfekt ergänzt durch die kulinarische Rundumverpflegung, von Bratwurst bis Vegan, bei sehr zivilen Preisen. Trotzdem schaffen es die Macher immer wieder einen Gewinn zu erwirtschaften, der anschließend gemeinnützigen Organisationen zu Gute kommt.

Dead Lord
Dead Lord

Camper können sich nach vollbrachtem Tagespensum in ihr eigenes Zelt/WoMo zurückziehen. Damit alles sauber bleibt, wird auch dieses Jahr ein Müllpfand erhoben. Glas bleibt draussen!

Musikalisch lässt das Line-Up dem geneigten Musikfan keine Wünsche offen. Man freut sich auf Kracher wie Vintage Caravan (IC) oder Dead Lord (SE). Diese Bands waren nach grandosen Veröffentlichungen in aller Munde. Aber auch Bands wie Greenleaf (SE), Mars Red Sky (F), Wucan (D) oder auch Glowsun (F) haben das Potenzial hier richtig abzuräumen. Dazu kommen viele noch unentdeckte Perlen.

Das Line-Up sieht wie folgt aus (klick auf den Bandnamen für mehr Infos) :

Colour Haze (D)     Greenleaf (SE)      The Vintage Caravan (IC)      Dead Lord (SE)      Mars Red Sky (F)     The Grand Astoria (RUS)     Electric Moon (D)     Wucan (D)     Powder for Pigeons (D/ AUS)     Samavayo (D)     Mother´s Cake (A)     Town of Saints (NL)    Them Moose Rush (HR) Wilhelmfreddie ( NL)     Carpet (D)     Glowsun ( F)     Metzer 58 (D)     Stonerhead (D)     Mutiny on the bounty ( Lux)     Langtunes ( Iran)    

Diese Bands werden auf zwei Bühnen, der High Horse und der Waltzing Wannerupp, musikalisch keine Wünsche offen lassen.

Der Eintritt kostet im VVK 35€, an der Abendkasse 45€ für das gesamte Festival. Es gibt auch Tagestickets zu VVK 25€ / AK 35€. Camping und Parken ist inklusive.

Veranstaltungsort ist das Örtchen 48361 Beelen, zwischen Warendorf und Rheda-Wiedenbrück gelegen.

Ich freue mich auf jeden Fall vor Ort zu sein und meinen, ohne Zweifel dann erweiterten, Musikhorizont in Worte zu fassen und im Bild festzuhalten.

Link zum Festival:

Im Web

Auf Facebook

Vorverkaufsstellen:

Aktuelle Infos zun den Vorverkaufsstellen gibt es auf der Web-Site von Krach am Bach

Metalheadz Open Air Oberndorf 13.5. und 14.5.2016

Nun sitze ich wieder mal im Bulli und bin unterwegs in Richtung Oberndorf/Lech. Ziel ist das Metalheadz Open Air. Obwohl zeitgleich ein größeres Festival im Ruhrgebiet stattfand und auch noch mein Geburtstag auf den Pfingstsamstag fiel, war es eine leichte Entscheidung zum MOA zu fahren. Das MOA ist ein Festival, veranstaltet von den Bavarian Metalheadz, von Metalfans für Metalfans. So entdeckt man auch an jeder Ecke mit welch Enthusiasmus und Detailverliebtheit hier zu Werke gegangen wird. Ob es die gut gepflegten Toiletten, das günstige, wohlschmeckende Bier und Essen oder das gut durchdachte Areal ist – so soll ein Festival sein.

Die Anreise erfolgte streßfrei am Donnerstag. Auf der Fahrt konnte ich mich schon in die eine oder andere Band, welch mir bisher verborgen blieb, hineinhören. Ich hörte keinen offensichtlichen Ausfall und so stieg die Vorfreude auf das Festival. Nachdem ich meinen Bus wieder auf den selben Platz stellen konnte wie letztes Jahr (vielen Dank an die Crew) war ich nach einer kurzen Erfrischung fertig fuer die Warm-Up Party. Ein gute Gelegenheit alte Freundschaften aufzufrischen und neue zu schließen.

Das Wetter kündigte sich nicht mit seiner besten Seite an aber es gab, Metalizer Records sei Dank, während des Tages immer die Gelegenheit sich unter zustellen. Den ganzen Morgen gab es emsiges Treiben um das Gelände begehbar zu halten. Im Innenbereich wurden Rasterplatten verlegt damit der geneigte Headbanger trockenen Fußes alle notwendigen Orte erreichen konnte.

Pünktlich um 14:00 eröffneten Skullwinx das Geschehen.Skullwinx Eine dieser Bands die ohne Zweifel in der Lage sind Festivals zu eröffnen und den Grundstein für gelungene Tage zu legen. Ein kleiner Seitenhieb in Richtung Band: Eine Ausgabe des neuen Tonträgers in farbigen Vinyl, bitte aufbehalten. Skullwinx haben sich dem klassischen Heavy Metal verschrieben und bieten diesen auch auf einem sehr angenehmen Level dar.

Danach übernahmen Motörcult das Ruder. Trotz hellstem Tageslicht gingen sie mit „Into The MotoercultNight“ ins Rennen. Thrashig, punkig bisweilen nach Venom klingend zwangen sie den Himmel die dichten Wolken zu teilen. Die Band hat übrigens eine EP namens „Street Metal Night“ bei Blood And Beer Productions herausgebracht.

Man kann leider nicht alle Bands sehen da man doch auch einige Bedürfnisse hat, die frei nach Maslow, natürlich befriedigt werden müssen. So konnte ich Stormhunter zwar nicht sehen aber hören, während mein Grill seinen Dienst verrichtete. Trotz all der feil gebotenen Leckereien, grillen gehört für mich zu einem Festival dazu.

PowertrypZum Beginn von Powertryp war ich wieder im Infield. Zweifellos spielte jetzt eine Band die zeigt das sie nicht zume ersten Mal auf der Bühne stehen. Die Songs der EP „Endless Power“ wurden natürlich live präsentiert und gut aufgenommen.
Bei meiner Recherche im Vorfeld stieß ich auf die Tatsache dass es eine engere Verstrickung mit den frühen Atlantean Kodex gibt. Dies macht sich aber nicht mehr so bemerkbar. Powertryp sind härter und weniger episch unterwegs.Als Highlight spuckte Sänger Johannes Korda Feuer. Ein I-Tüpfelchen auf die gelungene Live Performance. Die EP der Erlanger Band ging nachfolgend gegen einen fairen Obulus in meinen Besitz über.

Danach wurde es finster und der Himmel öffnete seine Schleusen. Gerne nahm ich die Unterstellmöglichkeit im Metalizer Pavillon an.

Witchburner machten, wie es der Name schon vermuten lässt, keine Gefangenen. IhreWitchburner
kompromisslose, düstere den Thrash Metal zu intonieren passt zum Wetter. Obwohl es schüttete, füllten sich die Reihen vor der Bühne und es wurden Fäuste und Köpfe geschüttelt. Während des Auftritts fiel der Strom aus und es gab eine mehrminütige Pause. Das Problem wurde souverän gelöst und die Band konnte ihren Auftritt beenden.

Evil InvadersAuf Evil Invaders war ich besonders gespannt. Ich sah sie am Anfang ihrer Karriere des öfteren und war gefangen von der Wildheit und der Präzision ihrer Stücke. Joels Stimme ist eigentlich eher gewöhnungsbedürftig, an diesem Abend auch mit viel Echo versehen. Kland irgendwie anders. Gerne steuerte ich auch ein Foto zu ihrer letzten Platte bei, an diesem Abend war aber daran nicht zu denken. Ein Gemisch aus rotgelbem Licht un Nebelschwaden degradierte das Fotografieren zur Nebensache. Hinterher hörte ich, sie hätten einen eigenen Lichtmischer dabei gehabt. An der Bühnenperformance wurde gearbeitet, die Kerle sprangen rum wie von der Tarantel gestochen. Cooles Stage Acting.

Air Raid sind zweifelsohne eine gute Live Band. Das stellten sie auch auf dem MOA wieder Air Raidunter Beweis. Sie spielen eine gute Mischung aus klassischen Heavy Metal und angebluestem Hard Rock, gerne auch mal etwas schneller. Die Band wirkte eingespielt und feuerte Songsalven wie „Night Of The Axe“ und „A Blade In The Dark“ ab. Zweifelsohne eine gelungene Vorstellung.

Ashbury

Es war saukalt und es war nass und der Freitags-Headliner Ashbury sagte mir eigentlich nichts. Nein, ich habe nicht Jehova gesagt, sie gingen lediglich an mir vorbei. Ist ja auch kein Kunststück bei gerade mal zwei veröffentlichten Scheiben. Der Opener „The Warning“ verwurzelte meinen vom Festivaltag geschundenen Körper mit dem Erdboden, unfähig mich wegzubewegen. Musste ich wirklich erst auf ein Metal-Festival gehen um diese tolle Band zu entdecken? Neben eigenen Stücken der beiden Longplayer “Endless Skies“ und „Something Funny Going On“ spielten sie auch noch sehr gelungene Coverstücke von „Jethro Tull“ und „BÖC“. Das war ein tolles Erlebnis.

Standheizung sei Dank war ich alsbald trocken und warm. Ein Schlafbier rundete einen gelungenen ersten Festivaltag ab..

Liquid SteelFlüssiger Stahl sollte fließen und alle Anwesenden zur Bühne spülen. Liquid Steel hatten die Aufgabe den strapazierten Körpern der Metalheads wieder Leben einzuhauchen. Das gelang den Insbruckern mit ihrem straighten old-school Metal vorzüglich und die Reihen vor der Bühne füllten sich. Die Meute war wach.

Musikalisch in die gleiche Kerbe schlugen Prowler aus Leipzig. ProwlerAuch sie machten gute Laune mit einer guten Bühnenpräsenz und eingängigen Stücken. Sie hatten natürlich ihre EP „Hard Pounding Heart“ und den Longplayer „Stallions Of Steel“ im Gepäck.

WoslomWoslom kannte ich bis dahin auch nicht. Die Band sorgte für die exotische Note auf dem Festival kommen sie doch aus Brasilien. Ein Tour durch Europa führte sie auch nach Oberndorf am Lech. Sie servierten guten alten Thrash Metal. Die Sonne schien, das Bier schmeckte, alles war prima.

Outrage hatten es irgendwie schwer. Black Metal und Sonnenschein.Das passte wohl nicht so Outragezusammen. Vielleicht brauchte auch der eine oder andere eine kurze Verschnaufpause. Obwohl Frank P. alias TheVoiceOfHell alles Mögliche versuchte, er konnte die Aufmerksamkeit nicht so recht auf die Band lenken.

Lemmy Tribute Band

Das konnten sehr wohl die Jungs der Lemmy        Allstar Tribute Show. Zu Ehren des kürzlich verstorbenen Ian Kilmister wurden Songs aus Motörheads umfangreichen Backkatalog gespielt und das mit wechselnden Besetzungen. Auch die Jungs von Blizzen gaben sich die Ehre. Die sind eh immer hier. So kreisten die Instrumente und die Whiskey Flasche, die Sonne schien, die Menge ging steil und der örtliche Kindergarten konnte sich über eine üppige Summe freuen die durch die Versteigerung eines Lemmy Bildes, mit allen Unterschriften der Beteiligten, zustande kam.

Einer der Blindkäufe, die ich letztes Jahr tätigte, war die LP Delirium Tremens„Read My Fist“ der Band Delirium Tremens. So war ich sehr gespannt auf die Live Darbietung der Band. Sie bot das was ich erwartete, Kick Ass Thrash Metal. Interessant war das Bühnenoutfit von Sänger Mütze. Es erinnerte mich an das Plattencover von Destruction’s „Sentence Of Death“

Dust Bolt aus Landsberg versuchten noch eins draufzusetzen. Sie Dust Boltschienen böser, grimmiger, spielten aber astreinen Bay Area Thrash. Zum Schluss wurden noch einige Fans auf die Bühne gebeten und zusammen gefeiert.

So lagsam näherte sich das Festival dem Ende. Zwei Bands sollten noch kommen. Diejenigen, die noch ausharrten waren frostfest. Es wurde ziemlich schnell ziemlich kalt.

Alphatiger

Alpha Tiger hatten angekündigt ihr Album „Man Or Machine“ zu feiern. Der Longplayer kam vor fünf Jahren auf den Markt. Im Gegensatz zum letzten Mal als ich die Truppe live sehen konnte, fiel mir auf das es einen Wechsel am Mikrofon gegeben hatte. Benjamin Jaino erledigte seinen Job durch alle Tonhöhen etwas zurückhaltend im Acting aber durchaus positiv in seiner Ausstrahlung. Der Platz vor der Bühne war gut gefüllt und die Band hatte eine gute Interaktion mit dem Publikum.

Nun war ich gespannt auf die letzte Band des Abends: Manilla Manilla_RoadRoad. Ich hatte die Band um Mark Shelton und dem Multifunktionstrommler Andreas „Neudi“ Neuderth schon auf der 70000 Tons Of Metal geniessen dürfen und war gespannt wie sie hier als Headliner funktionierten. Ich hatte das Gefühl dass sich das Gelände etwas leerte was der tollen Stimmung aber nicht schadete. Die ersten Reihen sangen textsicher mit, die Musiker waren in bestechender Form und das Konzept mit zwei Vokalisten funktionierte gut. Die Setlist war ein Durchlauf durch die Schaffensjahre von Manilla Road mit dem krönenden Abschluss mit „Necropolis“ und „Crystal Logic“. Zu den Klängen von „Heavy Metal To The World“ machte ich mich auf den Weg. Durchgefroren aber zufrieden.

Fazit:
Wieder einmal hatten es Jungs und Mädels von den Bavarian Metalheadz geschafft. Ein tolles
Festival bleibt in jedermanns Erinnerung und ich bin froh mit meiner Fotostrecke und diesem Bericht etwas dazu beizutragen. Die Auswahl der Bands war mit einem feinen Händchen gemacht, das Drumherum sehr angenehm und auch der Regen störte nicht. Gerüchten zufolge möchte man
etwas aufstocken. Von 666 Tickets, statt 500, ist die Rede um eine sichere schwarze Null zu
schreiben. Das sollte auf jeden Fall funktionieren und wird auch dem Festival nichts von seinem
Charme und der „Trveness“ nehmen.
Herzlichen Dank für die Unterstützung beim Fotoshooting und für die Akkreditierung. Das nächste Jahr wird dieses Festival wieder einen festen Termin in meiner Planung haben. Acht Stunden Fahrt die sich lohnen.

Weblinks:

Metalheadz Open Air
Bavarian Metalheadz bei Facebook
Metalizer Records
Bilderstrecke auf Facebook beim Fanzine „Okkultismus heute“

Freak Valley XMAS-Fest – 19.12.2015 – Vortex Surfer Club Siegen

Nein, nein, diesmal handelt es sich nicht um Heavy Metal sondern um eine illustere Zusammenstellung von Bands aus dem Rock- und Stonerbereich. Das Ganze fand statt in einem der coolsten Läden im Siegerland, dem Vortex Surfer Club. Geladen hatten die Verantwortlichen des Freak Valley Festivals zu einer eher außergewöhnlichen Weihnachtsfeier mit Konzerten, einer kleinen Plattenbörse und einem „freaky“ Weihnachtsmarkt.

Der Club öffnete um 16:00, da war es erst mal angesagt die Location zu erforschen. Direkt nach dem Durchqueren des Eingangs befand man sich in einem Zelt, in dem die kleine Plattenbörse sowie die kulinarische Ecke zu finden waren. Am Plattenstand von „Marleen Records“ aus Fulda wurde ich auch sofort fündig. Zwei lange gesuchte Platten der Band Cactus gingen sofort in meinen Besitz über. Auch beim privaten Plattenverkäufer nebenan wurde ich fündig. Das war ja schon einmal ein guter Anfang. Der kleine Hunger kam und es ging ab zum Essensstand. Hier gab es Döner und zwar vegetarisch oder vegan – ganz schön „freaky“. Wir entschieden uns für die verschärfte Variante mit Zaziki und wurden positiv überrascht. Den Glühwein ließen wir wo er war und erforschten den Club. Direkt nach dem Betreten war man direkt im Merch Bereich. Fast alle Bands hatten T-Shirts und Tonträger dabei. Ein unbeschriftetes Tape erregte meine Aufmerksamkeit und ging für zwei Euro in meinen Besitz über. Doch davon später mehr. An der Bar gab es ein breit gefächertes Angebot an Getränken zu sehr zivilen Preisen.
Weiter hinten kam man in den Konzertraum mit kleiner, etwas erhöhter Bühne. Okay, sehr stimmungsvoll aber für die späteren Fotos doch eher sehr gedämpftes Licht. Da ich eigentlich in erster Linie wegen Wucan angereist bin, war ich doch etwas enttäuscht als diese Band krankheitsbedingt absagen musste. Als Ersatz wurde Cherokee angekündigt, die das Festival auch eröffneten. Stilistisch kann man sie ruhigen Gewissens in die Hardrock Ecke einordnen. Sängerin Kathie’s markante Stimme wird gut in die musikalische Umgebung eingebettet, geprägt durch die Twin Guitars. Einflüsse z.B. von Thin Lizzy können hier nicht verschwiegen werden. Das oben erwähnte Tape stammt übrigens von Cherokee und wurde anschließend kunstvoll bemalt. Zu spät gekommene können sich  im März mit einer 7″ Vinylscheibe eindecken, die bei HHR erscheinen und zwei Stücke, „Warriors Of The Rainbow“ und „Ridin‘ Free“, enthalten wird.
Zwischen den Bands gab es eine ca. dreißig minütige Umbaupause die sehr gut genutzt wurde um sich mit Getränken zu versorgen, Platten zu stöbern und gute Gespräche zu führen.
Als zweite Band gingen Green Orbit an den Start. Eine 3-er Besetzung mit Didgeridoo(m) Ergänzung. Ihr spaciger Stoner-Doom-Rock kam sehr druckvoll rüber. Gerade die Rhythmusfraktion drückte mächtig. Gefühlvolle Gitarrenlicks rundeten den Gesamteindruck ab.
Auf Glowsun war ich besonders gespannt. Die Franzosen sind ja schon seit den späten 90ern umtriebig und hat auch schon verschiedene Tonträger veröffentlicht. Sie erfüllten meine Erwartungen auf jeden Fall. Sehr guter Rock mit experimentellen Einflüssen.
Nun folgte mein persönlicher Headliner des Abends, Ded Orse aus London. Sie wurden angekündigt als unehelicher Sohn von Clutch und Black Sabbath und was soll man sagen – es könnte stimmen. Spielfreude pur, Interaktion mit dem Publikum und hammerstarke Songs. Einziger Wermutstropfen, sie hatten keinerlei Tonträger dabei. Auf meine Nachfrage sagte Sänger und Gitarrist Queasy: „Wir wollen spielen und zwar live“. Also scheinbar keine Zeit für’s Studio.
Rotor aus Berlin können auch schon auf eine längere Schaffensphase zurückschauen. Fünf Alben pflastern ihren Weg. auf Nachfrage wurde von der Band ihr letztes Werk „Fünf“ für Neuein-steiger und Neugierige empfohlen. Auf der Bühne liefern sie ein energiegeladenes Set. Druckvoll und trotzdem filigran durch die sehr gut abgestimmte Gitarrenarbeit.
Die letzte Band Tuber aus Griechenland kam mit vielen Vorschusslorbeeren, wurden sie doch für das Freak Valley Festival 2015 gesponsert.

Wie Rotor, ganz der Instrumentalmusik verschrieben, zeigten auch sie dass diese Art Musik zu spielen nicht langweilig sein muss. Auch diese Band kann schon auf einen Longplayer und eine EP zurückblicken.

Das Fazit fällt mir sehr leicht. Hier wurde in einem sehr entspannten Rahmen eine tolle Weihnachtsfeier durchgeführt. Alles passte zusammen und somit gibt es von mir eine ganz klare Empfehlung. Lasst euch nicht von unbekannteren Bands abschrecken, geht hin und lasst euch positiv überraschen.

Vielen Dank an Hacki für die Akkreditierung, an Volker für ein tolles, informatives Gespräch und an André und Fabienne von Marleen Records für die nette Unterstützung.

Running Order:

16:00 Einlass
16:00-17:30 DJ Wofo
17:30-18:10 Cherokee
18:40-19:25 Green Orbit
19:55-20:40 Glowsun
21:10-21:55 Dead Orse
22:25-23:30 Rotor
00:00-01:15 Tuber
01:15 till dawn DJ Wofo

Links zu Songmaterial der Bands und zum Club:

Cherokee:
http://cherokeehardrock.bandcamp.com/releases

Glowsun:
https://www.facebook.com/Glowsunmusic/app/178091127385/

Rotor:
http://www.rotorotor.de/
Tuber:
http://tuber.bandcamp.com/

Link zum Vortex:
http://www.vortex-surfer.de/

Bildergalerie: