Vier Meter Hustensaft Dreckige Kohle Review

Vier Meter Hustensaft – Dreckige Kohle (VÖ 09.01.2026)

verfasst von Marco Capgras

„Ich laufe durch die Straßen und habe keinen Bock“ – genau so muss ein Punkrockalbum anfangen. Und wenn direkt danach noch ein „Ich sehe all die Menschen, die gehen mir auf den Sack“ kommt, ist eigentlich schon alles gesagt. Vier Meter Hustensaft wissen weiterhin ziemlich genau, wie Punkrock zu klingen hat, auch wenn ich Kurz gestutzt habe: War da nicht immer eine Frau am Mikro? Ein Blick auf den Infozettel bestätigt leider: Sängerin Yvonne hat die Band verlassen. Schade, fand ich immer ziemlich geil. Die gute Nachricht folgt aber direkt: Philipp und Thiemo übernehmen jetzt den Gesang – und das funktioniert überraschend gut. Sehr gut sogar. Die neuen Songs sind melodischer und eingängiger als noch auf dem ohnehin schon starken Vorgänger
„Kein Vergeben, kein Vergessen“. Die Umbesetzung kann man also getrost als geglückt abhaken. Ganz ohne Meckern geht’s bei mir aber natürlich trotzdem nicht: Warum man „Was ich dringend brauche“ am Ende noch mal als Live-Version auf diese ohnehin sehr kurze EP packen musste, erschließt sich mir nicht so ganz. Auf einem 4-Track-Tonträger zweimal derselbe Song ist einfach unnötig. Zumal eine Ansage oder etwas Applaus dem Live-Feeling gutgetan hätten – so klingt das Ganze eher nach einer Demoaufnahme. Sei’s drum: Die drei neuen Songs machen richtig Bock und Lust auf ein komplettes Album. Das kommt doch hoffentlich als Nächstes, oder? Sonst hab ich beim nächsten Review wieder was zu meckern.

Fazit: Kurz, aber gut.

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