Senpais: By All Means ( VÖ 11 Juli 2025)
Heute befasse ich mich mit dem Album der Herren Senpais aus Berlin. Die Band gründete sich im Jahr 2019 sie bewegen sich zwischen Melodic Death Metal & Thrash Metal. Ein Jahr später veröffentlichten sie ihr eigens benanntes Album. Es folgten in den kommenden Jahren noch zwei weitere EPs & in der Zwischenzeit konnten sie sich Live einen guten Ruf erspielen.
Nun das Album Cover ist sehr interessant lässt viel Raum für Interpretationen. Es hat was Monumentales. Erinnert an den Turmbau zu Babel der Mensch will wie Gott sein aber geht an seiner eigenen Machtbesessenheit & Dekadenz zugrunde. Historisch gesehen spielt es eher in einer anderen Zeit. So kann auch in politischen Strukturen das Gebäude dargestellt sein je nach Rang oder gesellschaftlichen „Standard“ die Mächtigen und Reichen an oberster Spitze anschließend von Stufe zu Stufe teilen sich die anderen Stockwerke ein. Auch ist eine Endzeit Stimmung aus wie oben erwähnten Grund nicht von der Hand zu weisen. Ich sage ja viele Interpretationsmöglichkeiten. Wohin gegen das Band Foto sehr minimalistisch ist. Kein großer Aufwand keine ausgefallenen Kulissen einfach die Band & punkt.
Kommen wir nun zur Musik. Da gibt’s bei „Not even close“ eine schwermetallische Liebeserklärung“ bei „Hunting Season“ hatte ich direkt Bugs Bunny & Daffy Duck vor Augen wie sie die Jagdsaison Plakate abreißen und zu guter letzt dann Elmer Fudd jagen mit dem Gewehr. „The Bludgeoning“ glänzt mit einem Terence Hill Sampler & bei „All Animals are Equal“ gibt’s einen zweiten Titel der aus Tierperspektive betrachtet wird. Und die Parallelen zum Buch „Animal Farm“ sind nicht von der Hand zu weisen auch hier bekommt man wieder Raum zum Interpretieren.
Muss sagen es gibt nichts was ich kritisch beäugen könnte. Die Musik kommt mit ordentlich Schmackes daher die Titel sind nicht zu lang auch nicht zu knapp setzen an den richtigen Stellen feine Akzente.
Senpais bringen mit „By All Means“ ein variationsreiches & brutales Album mit Texten die dort reindrücken wo es wehtut regen zum Nachdenken und handeln an. Die Herren können nicht nur voll auf zwölf durchknüppeln sie können auch gemäßigt die Musik durch den Raum gleiten lassen was auch sehr gut zum Gesamtbild passt. An einigen Songs steht der Sänger nicht alleine am Mikro sondern kriegt lautstarke Unterstützung was den jeweiligen Songs nochmal richtig Biss gibt.
Also mich hat das Album voll überzeugt. Kann man immer wieder laufen lassen ohne dass es eintönig werde würde man entdeckt eher noch etwas was man vorher nicht gehört hat.
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