Eamonn McCormack: Videosingle “Hats off to Lemmy” Bluesiger Tribut zum „Lemmy Month“

“Wir waren echt eine Bluesband. Auch wenn wir es auf tausend Meilen pro Stunde spielten, war es immer noch als Blues erkennbar – zumindest für uns; für alle anderen wahrscheinlich nicht.” Lemmy hätte nicht richtiger und zugleich auch nicht falscher liegen können, als er damals die frühen Motörhead-Jahre in seiner Autobiografie reflektierte. Mr. Kilmister hat Fans und Bewunderer in der Bluesszene; er hatte sie immer schon.
Die irische Bluesmaschine Eamonn McCormack liebt Lemmy sowohl dafür, dass er so ein scharfsinnig singender und unverfälscht auftretender Kerl war, als auch für die radikal neuen Wege, die er mit Motörhead dem künftigen Bluesrock aufzeigte. McCormack, der als Gitarrist und Sänger sein Leben hindurch ausgiebig mit Legenden getourt, gespielt und aufgenommen hat, unterstreicht dies nun ein für alle Mal mit seiner Ehrenbezeugung “Hats off to Lemmy”. Die neue Videosingle beweist das große Motörherz, das in dieser Bluesbrust schlägt. “Der Dezember klopft an”, erklärt McCormack. “Der Monat, in dem Gott uns Lemmy gab und – traurigerweise – auch der, in dem er ihn von uns nahm. Und ist es nicht auch der Monat, der unseren Blick wieder stärker nach innen lenkt, uns an Freunde und Familie denken lässt, und an all die Menschen, die wohl nie erfahren werden, wie dankbar wir ihnen für ihre Taten sind? Lemmy war und bleibt der authentischste Hardrocker aller Zeiten. Der Mann hat den Blues, den Rock und den Metal revolutioniert – und dabei seine sichtbare Persönlichkeit tatsächlich 24/7 gelebt, ohne sich zu verstellen. Ausgeschlossen, dass ich jemals abtrete, ohne dies vorher festgeschrieben zu haben: Er war der Mann, ein Blueser und ein Rocker. Salut aus dem Blueslager!”

Link zum Video auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=G6Y1zqfojRw

Konsequenterweise ist das Video eine gutgelaunte, augenzwinkernde Liebeserklärung an Lemmy und die Art, wie Motörhead mit dem Blues umgingen. Dabei spielt es mit gelegentlichen Referenzen, während der Bluesrock einmal mehr aus seiner Komfortzone in Richtung eines erhebenden und schwer antreibenden Sounds gekickt wird, ganz im Geiste von und ganz sicher als Tribut an die hochenergetische Klangsignatur Motörheads. Fun Fact für Fans: Der irische Sechsaiter-Maniac nahm “Hats off to Lemmy” auf, indem er seine Gitarre durch eine alte Marschall-4x12er schreddern ließ – die bereits vom ehemaligen Motörhead-Gitarristen Brian “Robbo” Robertson während einer kompletten Tour mit Eamonn beackert wurde.

Die Single erscheint am 9.12. offiziell auf allen Plattformen und ist bis dahin exklusiv als Musikvideo auf YouTube zu finden.

Über Eamonn McCormack

Eamonn McCormack wurde im Herzen der irischen Hauptstadt Dublin geboren und wuchs in einem Vorort im Norden auf. Im Alter von sechs Jahren begann er, auf der Akustikgitarre zu spielen. Durch die Auftritte seines Klassenkameraden Gerry Leonard (David Bowie, Suzanne Vega) ermutigt, zählten Slade, Cat Stevens, Neil Young und Rory Gallagher zu seinen frühen Einflüssen. Mit zwölf Jahren sang er bereits sattelfest zu seinem eigenen Gitarrenspiel und trat bei kirchlichen Gemeindemessen auf.
PortraitRecht schnell jedoch wurde ihm die Kirchenmusik zu einengend und so wechselte der Teenager auf seine erste eigene E-Gitarre, eine Guild Starfire, auf der er zum Leadgitarristen avancierte und bald mit einer Coverband zum ersten Mal auf der Bühne Geld verdiente. Zu seinen Einflüssen zählten mittlerweile auch Jimi Hendrix, Eric Clapton, Thin Lizzy und die niederländische Band Focus. Als Sechzehnjähriger trat Eamonn bereits live im irischen Rundfunk auf und gewann den bedeutendsten Schulwettbewerb mit der Darbietung seines eigenen Repertoires. Nach einer kurzen Phase in verschiedenen irischen Bands, wechselte Eamonn in die Vereinigten Staaten über, um dort unzählige Konzerte zu geben. Später schloss er sich einer Band in Kalifornien an, die als Ableger von Canned Heat in den Genuss kam, mit JJ Cale zu jammen. Dort gelang es ihm, seine musikalischen Horizonte nochmals zu erweitern, entscheidende Bühnenerfahrung zu sammeln und insgesamt die Frische der amerikanischen Musik samt ihrer kulturellen Herkünfte in sich aufzusaugen. All dies verschmolz dabei mit seinen starken irischen Wurzeln.
Als Eamonn nach vier Jahren voller Eindrücke seiner Reisen und Auftritte nach Irland heimkehrte, brachte er seinen unverwechselbaren Stil und einen eigenwilligen Sound bereits mit; beides unterschied ihn deutlich vom typischen Bluesrock jener Tage. Um seine musikalische Signatur konsequent festzuklopfen,  startete er eine lange fortwährende Reihe an Liveauftritten unter dem Bühnennamen Samuel Eddy, was ihn quer durch Europa etablierte. Samuel Eddy und seine Band konnten sich durch diesen ununterbrochenen Einsatz auch auf den großen europäischen Festivalbühnen Reputation erspielen, was im Verlauf zu weltweiten Verträgen mit Universe Productions/Virgin Records und später SPV Records führte. Drei von Kritikern gefeierte Studioalben, die sich hervorragend verkauften, ließen erahnen, dass Irland einen spannenden jungen Weltklassegitarristen hervorgebracht hatte. Die darauffolgenden zwei Dekaden waren für Eamonn von Tourneen und Studioaufnahmen mit vielen seiner frühesten Einflussgeber geprägt, etwa Rory Gallagher, Johnny Winter, Jan Akkerman (ehem. Focus), Pat Travers, George Thorogood & The Destroyers, Walter Trout, BrianRobboRobertson (Thin Lizzy, Motörhead) and Nils Lofgren. Ein weiteres Highlight dieser Periode war die unvergessliche Performance von Eamonn und seiner Band auf dem Parkpop Festival in Holland vor einer halben Million Zuschauern, wo sie u.a mit Robert Plant die Bühne teilten. Hinzu kam ein Auftritt im angesehenen WDR Rockpalast mit Lynyrd Skynyrd & The Band, der bei vielen europäischen Zuschauern Beachtung fand.
Auf seinem Eigenlabel veröffentlichte Eamonn eine Art Best-of-Album, das überwiegend Samuel-Eddy-Songs in remasterten Fassungen sowie acht bislang unveröffentlichte Tracks enthielt und in Dublin von Paul Thomas (U2, Phil Lynott) abgemischt wurde. Abgerundet wurde das Jahr mit einer aufsehenerregenden Opening-Show für die legendären ZZ Top in Amsterdam. Später wurde der Bühnenname endgültig zu den Akten gelegt und unter dem echten Namen Eamonn McCormack das sehr erfolgreiche Best-of-Album “Kindred Spirits” herausgebracht, auf dem Rory Gallagher, Jan Akkerman, Herman Brood und Keith Donald als Gäste vertreten sind. Nach dem Erfolg von “Kindred Spirits” entschloss Eamonn sich, für eine Zeit auf das Touren zu verzichten und stattdessen ausgedehnt zu reisen, neues Material zu schreiben und mit verschiedensten Künstlern in den USA, Mexiko und Hongkong zu jammen, bevor er seine Eindrücke erneut und diesmal in Deutschland ins Studio trug. Heraus kam sein fünftes Album “Heal My Faith” für das Label In-Akustik. Das Album wurde sehr positiv angenommen und etablierte ihn abermals für lange Zeit als tourenden Künstler auf den Straßen der Welt. Anschließend nahm Eamonn in England ein Album mit dem Grammy-nominierten Produzenten Chris Tsangarides (Black Sabbath, Thin Lizzy) auf. Die Besetzung bestand dabei neben ihm an Gitarre und Gesang aus Jonathan Noyce (Jethro Tull, Gary Moore) am Bass und Darrin Mooney (Gary Moore, Primal Scream) am Schlagzeug. Das Doppelalbum mit dem Titel “Like There’s No Tomorrow” erntete allerorts 5-Sterne-Kritiken: Mit einer Scheibe voll elektrischer und der anderen voll akustischer Gitarrenmusik konnte Eamonn abermals sein Talent als kompetenter Akustikkomponist und -spieler unter Beweis stellen und darüber hinaus seine Fertigkeiten auf Mundharmonika und Mandoline einbringen. Mit der neuen Scheibe im Gepäck begab er sich einmal mehr auf Tournee und Festivalbühnen, was in der Folge zu einem neuen Management und einem neuen Plattenlabel führte. Das Highlight bildete eine weitere Performance im WDR Rockpalast, diesmal mit Kenny Wayne Shepherd. Nach dieser explosiven Show ging es für Eamonn direkt zurück ins Studio, wo mit dem deutschen Starproduzenten Arne Wiegand das siebte Studioalbum “Storyteller” eingespielt wurde, das mit elf abwechslungsreichen Stücken Edgar Karg am Bass und Max Jung-Poppe an den Perkussionsinstrumenten präsentierte. “Storyteller” erschien im Mai 2020 in Europa, wo es in über einem halben Dutzend Ländern die Nr. 1 in den Blues-Charts bildete. Eine spätere Veröffentlichung in den Vereinigten Staaten erzielte 2021 ähnliche Resultate.
Was nun ansteht: Ein selbstbetiteltes neues Album wurde im Juni 2022 aufgenommen – “Eamonn McCormack” soll am 3. Februar 2023 weltweit erscheinen.

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