Du bist ein Musik-Enthusiast der die Leichtigkeit und das Licht schätzt, aber auch die Dunkelheit gut kennt? Du feierst die goldene Ära des Triphop in den späten 1990ern ebenso wie die Zeit, in der sich der Post Punk aus der Ursuppe der Wave-Szene löste? Das Experimental-Pop-Trio aus Düsseldorf (Gesang, Keyboards/Electronica, Bass) mischt herrlich leichtfüßigen Minimal Triphop mit bittersüßen Proto-Goth-Anleihen, urwüchsigen Post-Punk-Elementen und psychedelischen Hippie-Vibes zu einem ureigenen Sound. Freunde von Bands wie Fever Ray, Cocteau Twins oder Portishead werden am Sound von SixTurnsNine ihre Freude haben.

 

Mit “Flames” legen die Düsseldorfer Experimental-Pop-Newcomer SixTurnsNine ihre zweite Single vom kommenden Debütalbum “Borders” vor. Wer es auf der Tanzfläche düster und verträumt, aber nicht pessimistisch mag, ist hier richtig: Das Trio in der Besetzung Vocals (Anja Valpiani), Elektronik (Lutz Bauer) und Bass (Philip Akoto) bezeichnet die klangliche Marschroute selbst gern als “Deep Minimal Non-Pop” und als Grenzgang zwischen verschiedenen Genres. Diese selbst kreierte Schublade ist für “Flames” sehr passend: Trotz – oder vielleicht wegen der wenigen Zutaten Flames dennoch durchweg vielschichtig und spannend daher.  Der Song ist auf einen aufreizend lässigen 90ies-Triphop-Beat im unteren Drehzahlbereich aufgebaut. Als Erstes gesellen sich ein paar Scratches hinzu, bevor der Bass die beinahe rudimentäre und zugleich sehr eindringliche Grundmelodie einstreut. Mit Valpianis Stimme bekommt der Track schließlich reichlich Tiefe und auch leicht hippiesken Sexappeal. Die Keyboards verleihen der Nummer schließlich einen coolen wavigen Touch, der perfekt zu den Lyrics passt. Sie beschreiben eine nächtliche Reise zwischen Fantasie und Realität, bei der es gilt, nicht den inneren Dämonen nachzugeben.