Uzziels „Fading – A Recording Diary“: Eine etwas andere Art Musikvideo

Glaubwürdig, anpackend, down-to-earth und mit einer Prise “anti alles” beschreiten die Schwermetaller von UZZIEL eisern ihren eigenen Weg. Anstelle eines klassischen Musikvideos geben sie mit ihrem Clip zum Song “Fading” so nun auch einen Einblick in den Aufnahmeprozess ihrer im November veröffentlichten Scheibe “This Fear” und sparen dabei nicht an Selbstironie. Entsprechend trägt die neueste Videosingle den Untertitel “A Recording Diary”. Und nichts könnte passender sein. Denn damit setzen die österreichischen Thrasher logisch fort, was sie mit dem Albumrelease bereits erfolgreich gestartet haben: kultigen Underground-Thrash wie wir ihn in den 80er und 90ern so geliebt hatten, klanglich sanft ins 21. Jahrhundert zu überführen ohne dabei Authentizität einzubüßen, und dann das Resultat mit positiver Resonanz an den ultramodernen Hochglanzproduktionen vorbei in den Fokus der Fans zu rücken.

Stumpf ausgedrückt, haben Uzziel damit die Frage, ob es denn auch heute noch mal ordentlich rumpeln dürfe, unter der Zustimmung vieler Kritiker mit einem lauten, klaren “Fuck Yeah!” beantwortet. Ein herzliches “Piss Off!” geht dabei an die Loudness-War-Fraktion, was auch mal ganz guttut. Die besten Lösungen kommen nämlich irgendwo aus der Mitte, wenn wie hier der ganze Rotz, Dreck und Schmodder des wilden frühen Thrash Metals eine klangliche Evolution erfährt, anstatt einer Revolution, die – Hand aufs Herz – eigentlich niemand gebraucht hatte.

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