Friedemann Ich leg mein Wort in euer Ohr Review

Friedemann – Ich leg mein Wort in Euer Ohr. (Bereits erschienen)

verfasst von Olly Capgras.

Friedemann. Mein Inbegriff vom nordischen Typen. Kühl, bedacht, schnörkellos und direkt. Und genau so kommt das Album daher, direkt. Wie persönlich, offen, überlegt, eckig und eben genau auf den Punkt kann eine Platte sein. Voilà, genauso. Musikalisch wird hier eine abwechslungsreiche Bandbreite abgearbeitet. Von Ballade über Wah-Wah Hippie bis rockig und Balkanpolka und Lagerfeuerromantik, aber niemals langweilig. Romantik mag sich allerdings nicht einstellen bei dieser Wucht der Gedanken, bei der feinen Ausarbeitung der Themen eines jeden Alltags. Wie ein glühendscharfes Messer schneidet Friedemann ins Fleisch der momentanen Gemengelage, sucht nach Alternativen und feuert Breitseite gegen die unsäglichen blau-braunen, die eben genau keine ist (Die Alternative). Es riecht nach Tod und Blut auf den Straßen (Frieden) und wir müssen uns sagen lassen, dass es zu wenig ist das alles immerzu nur zu beklagen. Abgerechnet und befreit wird sich um sich ganz klar von Allem zu distanzieren wenn es eben genau nicht mehr so weiter geht (Ich nicht mehr). Das dritte Solo-Album kommt ausgereift daher, zeigt wie es in Friedemann aussieht, dass es brodelt und es Ihn antreibt ohne sich selbst aus der Verantwortung zu nehmen für den Scheiss unserer Zeit. Ich freue mich auf Friedemann live in der Oetinger Villa in Darmstadt wenn das Ganze noch durch Kraft und Wut und Gefühl auf der Bühne unterstrichen wird.

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