Drunken Swallows Chaospoesie Review

Drunken Swallows – Chaospoesie (VÖ 21.09.2018)

Verfasst von Marco Capgras:

Na also, geht doch. Hatte mich die EP `Ich tu´s für dich´ noch nicht ganz überzeugt, klingt das komplette Album doch um einiges stimmiger. Da bleibt einfach mehr Raum um die etwas ruhigeren Songs gut mit den schnelleren zu mischen. Gleich der Opener `Chaospoesie´ startet mit coolem Gitarrenriff und Mitsingrefrain: „Das Herz sehnt sich nach Liebe, der Verstand will Anarchie“. Kommt live bestimmt sehr geil. Das Album kann man ohnehin schön in einem Guss durchhören und spätestens nach dem zweiten Durchlauf fangen auch die Ohrwürmer an, sich ihren Weg zu graben. Zu meinen Favoriten gehören ganz klar die Songs `Feuer mit Feuer´, `Keine Zeit für irgendwann´ und der mit Abstand wichtigste Song des Albums `Wo stehst du? „Deutschland du kannst uns mal, kein Mensch ist illegal“ heißt es da und nach dem dritten Hören hab ich Spätzünder dann auch schon gemerkt, dass da kein geringerer als der Held meiner Jugend, Mikro von den Abstürzenden Brieftauben, mitsingt. Ansonsten merkt man gleich, dass die Jungs hier ihr Handwerk verstehen und jedes einzelne Bandmitglied genau weiß, wie es geht. Für meinen Geschmack dürften die Aufnahmen zwar gerne noch etwas dreckiger klingen, aber im Großen und Ganzen passt das schon. Gute Produktion, gute Songs, gutes Album der Oldenburger Schwalben!

Fazit: Ein sehr abwechslungsreiches Album einer Band, die scheinbar noch viel vorhat.

(C) Cengiz Aglamaz

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