Spitefuel Dreamworld Collapse

Spitefuel Dreamworld Collapse (VÖ 27.04.2018)

 

verfasst von Roman Müller:

 

Wowowowowow…

Hier überschlagen sich meine Gedanken und meine Finger auf der Tastatur…

Einmal durchatmen… So, nu aber…

Es geht um das aktuelle Album von SPITEFUEL… „Dreamworld Collapse“.

Grundsätzlich schon mal vorweg… „Einfach Nur… F E T T ! ! !“

Fantastisch, diese Liebe zum Detail… Denn es handelt sich bei dem Nachfolger des Debutalbums („Second To None“) um ein reinrassiges Konzeptalbum. Da ich ja nun zu der sog. „Kopf Kino – Hörspiel – Kinder – Generation“ gehöre und bis heute Hörspiele und -bücher liebe, ist diese epische Science-Fiction-Story, die vor dem Hintergrund einer dystopischen Zukunftsvision, von Freiheit, Mut und Rebellion erzählt und komplett aus der Feder des Sängers stammt, genau das Richtige für mich…! Und schon werden Erinnerungen wach und mir kommt sofort das alte Teil von „HOLY MOSES“ – „THE NEW MACHINE OF LICHTENSTEIN“ in den Sinn, aus dem Jahre Neunzehnhundert… naja, lassen wir das… Achja, … und (musikalisch auch passender) „QUEENSRYCHE“ mit ihrer „OPERATION MINDCRIME“…

Betrachtet man jetzt mal das Gesamtwerk, angefangen bei der druckvollen Produktion, über das Cover-Artwork, für das ein gewisser Kris Verwimp (u.a. Immortal und Arch Enemy) verpflichtet wurde und eigens für das Konzept eine Schlüsselszene der Story verewigte, über die emotionsgeladene Musik, die alle Facetten abdeckt… mächtige, orchestrale Dramatik (mit Pauken und Trompeten… ääähhh… ich meine, u.a. mit Female Vocals (Kerstin Fenchel), mit Querflöte (Carolin Engelhardt) und klassischem Piano (Michael Fiedler)), metallische Härte und progressiv- melodische Power, bis hin zu den Texten, die die Geschichte von „Xam“ und einer geheimnisvollen Dame namens „Brilliant White“ (näher möchte ich der Spannung halber nicht darauf eingehen…) erzählen, erhält man das (beneidenswerte) „Rundum Sorglos Paket“! Richtig Arbeit für´s Geld!

So soll´s sein…!

Gehen wir ein Wenig ins Detail und dringen zum Kern der Sache vor… Der Musik!

Als erstes bleibt mir da mal die angenehme Stimme von Stefan Zörner in Erinnerung! Erdig… sowohl druck-, als auch gefühlvoll, bodenständig, schiebend, verschmilzt sie mit der Musik. Man hört dauerhaft zu, da er auf extremes Grunzen und Gekreische fast gänzlich verzichtet… eben sehr bodenständig…! Die Gitarrenarbeit von Tobias Eurich und Timo Pflüger find ich (wenn ich das als Gitarrist mal so sagen darf… :-)) schon endgeil! Kein ausuferndes Rauf und Runtergenüdel…! Lead- und Rhythmusgitarre ergänzen sich, werden Eins. Es wird dort Gas gegeben, wo´s angebracht ist. Immer emotional… abwechslungsreich… So wird Song- und Banddienlich gespielt! Die Rhythmussektion Bass / Matthias Lüönd (Ist das schwäbisch?) und Drums / Björn-Philipp Hessenmüller (Hä…? Hessen…? Ich denk, ihr seid Schwaben…?! Naja, egal… Hauptsache Müller!) reihen sich dort nahtlos ein.

 

Das macht die ganze Geschichte umso charmanter…! Nicht der Sänger, … nicht der Gitarrist, … nicht der Bassist, … nicht der Drummer, sondern die Band… „SPITEFUEL“! Eine undurchdringliche Einheit, wie es scheint. Gott weiß, wie schwer es ist, so einen Haufen zusammen zu kriegen und dauerhaft, über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte hinweg bei Laune zu halten… Meine persönlichen Faves des Albums sollen nun hier mal als Anspieltip herhalten… Track 2 „Brick By Brick“ (also da höre ich eindeutig RAGE… also, geil!) und Track 5 „Dreamworld Collapse, Pt. I“ (dieser Song vereint in sich alles… Groove, Power & Gefühl innerhalb nicht ganz 5 Minuten… für mich ein wenig das Sahnehäubchen auf der Torte!).

Einzig die geringe Gesamtspielzeit von gerade mal rund 54 Minuten fällt hier etwas negativ ins Gewicht. Mir persönlich halten sich die Jungs insgesamt auch etwas zu arg im Midtempobereich auf. Das fällt mir besonders bei Track 9 „Under Fire“ auf… Das Teil steigt rattenscharf ein, flacht aber in der Strophe (meiner Meinung nach) doch zu sehr ab. Das find ich dann doch sehr schade, zumal das Ding einen richtig groovigen Solopart hat und der Schlussteil eben wieder richtig scharf ausklingt. Aber was weiß ich schon…

Insgesamt finde ich die Produktion etwas zu steril geraten, zu Aalglatt… Da fehlen mir ein wenig die Ecken und Kanten. Die Gitarren klingen mir etwas zu „modern“… etwas zu „Effekt-überladen“, wodurch sie in meinen Ohren ein wenig „matschig“ klingen. Aber ich bin halt auch so ein alter Marshall-Amp Freak… Eines hat mich die Zeit damals mit John Schaffer (ICED EARTH) gelehrt… Weniger, ist oftmals mehr…

Nun ja, … irgendwas ist ja immer… 😉

Och Mensch… Die Story ist geil! Die Musik ist geil! Die Verpackung stimmt! Die Qualität des „Rundum Sorglos Paket“ ist top! Und vor Allem spürt man das Herzblut und den unbändigen Willen, etwas Besonderes schaffen zu wollen…

Also Leude, CD kaufen und ab auf´s „SPITEFUEL“-Konzert…!

Nu aber los jetzt…!

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