Wiederveröffentlichung der klassischen Tankard Alben der Noise-Era

Am 24.11.2017 und 26.01.2018: Die Tankard-Alben der Noise-Ära zurück als Digipack CDs und Splatter Vinyl – Vollständig remastered mit brandneuen Liner Notes und bisher unveröffentlichtem Bildmaterial

Tankard sind eine Thrash-Metal-Band aus Frankfurt, Deutschland, gegründet 1982. Zusammen mit Kreator, Destruction und Sodom werden Tankard oft als „Big Teutonic 4“ des deutschen Thrash-Metal bezeichnet. Ihr erstes Album veröffentlichten sie 1986 und machen seitdem beim Schreiben und bei Aufnahmen weiter, wie sie damals angefangen haben: mit schnellem Thrash-Metal über Bier und Alkohol.

Gegründet wurden Tankard von den drei Klassenkameraden Andreas „Gerre“ Geremia (Bass), Axel Katzmann (Gitarre) und Frank Thorwarth (Gesang). Thorwarth und Gerre tauschten aber schon bald die Rollen; zugleich ergänzte das Trio sich um Drummer  Oliver Werner und den zweiten Gitarristen Bernhard Rapprich. Ihren Namen fanden sie in einem Wörterbuch, nachdem sie festgestellt hatten, dass er übersetzt so viel bedeutete wie “Bierkrug”. Ihr allererster Song trug den Titel „Ray Death“ und handelte von Nuklearkrieg. Ihr erster Auftritt fand 1983 im Klassenraum einer örtlichen Schule statt. Als Trinken und Alkohol in der Schule verboten wurden, schmuggelten die Bandmitglieder ihre Rationen in Milchtüten aufs Gelände. Schon bald darauf musste Bernhard Rapprich die Band verlassen, da sein konservativer Vater ihm verbot, “mit einem Haufen Besoffener herumzuhängen” und Andy Bulgaropoulos nahm seinen Platz ein.

Mit diesem nunmehr gefestigten Line-Up realisierte die Band 1984 ihr erstes Demo mit dem Titel “Heavy Metal Vanguard”. Im Anschluss tourten sie mit ihren deutschen Thrash-Freunden von Sodom.1985 veröffentlichten Tankard dann mit “Alcoholic Metal” ihr zweites Demo, das ihren eigenen Stil im Thrash Metal und die Themen ihrer Texte endgültig zementierte. Beide Demos waren übermäßig populär im Underground und bildeten schließlich die Grundlage für einen Vertrag mit Noise Records, mit denen die Band zwischen 1986 und 1995 sieben Studioalben veröffentlichte. Tankard spielen noch immer weltweit vor großem Publikum und haben im Jahr 2017 ihr 17. Studioalbum veröffentlicht.

Zombie Attack – 24. November 2017   1CD/1LP

Tankards Debütalbum aus dem Jahr 1986 strotze vor Parodie und Vollgas-Thrash Metal. Viele der zehn Tracks stammen ursprünglich vom “Alcoholic Metal”-Demo und Themen wie Horrorfilme, Moshen und Bier brachten ihnen und ihrem hardcore Punk gefärbten Thrash schnell Fans innerhalb der gesamten aufkeimenden Thrash-Metal-Szene ein. Rasend, wild, eingängig und vor allem unterhaltsam – Zombie Attack brachte Live-Klassiker wie ”(Empty) Tankard” hervor.

Chemical Invasion – 24. November 2017  1CD/1LP

Tankards zweites Album “Chemical Invasion” folgte 1987 auf ihr Debüt und schraubte die Gänge einen gewaltigen Schritt nach oben was Technik und Produktion anging. Noch immer mit ordentlich Augenzwinkern aufgenommen, enthalten diese neun Tracks neben der gewohnten Portion Slapstick dieses Mal einen zusätzlichen Schub Power und Präzision. Mit diesem Album gelang Tankard der Ausbruch aus dem Underground und brachte ihnen die volle Aufmerksamkeit von Fans auf der ganzen Welt ein.

The Morning After/Alien – 24. November 2017  2CD/2LP

Das dritte Studioalbum der Band wurde 1988 veröffentlicht und knapp gefolgt von der “Alien EP” im Jahr darauf. Bis dahin hatten es Tankard geschafft, sich als Truppe zu etablieren, mit der man rechnen musste und ihr Name fiel bereits im gleichen Atemzug mit ihren deutschen Kollegen wie Kreator and Destruction. Die Band führte ihren nun zum Markenzeichen gewordenen wilden Thrash weiter fort und und auf beispiellose Weise gelangte die Band dank dieser Veröffentlichungen während der Thrash-Explosion in den Achtzigerjahren auf der Erfolgsleiter immer weiter nach oben.

The Meaning Of Life – 26. Januar 2018  1CD/1LP

Zum Dekadenwechsel 1990 veröffentlichten Tankard ihr viertes Studioalbum “The Meaning Of Life”. Mit dem neuen Jahrzehnt kam auch ein leicht veränderter Ansatz. Sie lieferten hier noch immer ihren zum Markenzeichen gewordenen Thrash ab, aber mit ein wenig eingeworfener Melodie und einer textlichen Abschweifung von ihren mit dem Thema Bier durchdrungenen Thematiken – allerdings nicht so sehr, dass es ihnen die Fanbase entfremdete. Das Album war randvoll mit eingängigen Refrains und schwirrenden Riffs und trug dadurch umso mehr zu einem gesteigerten Maß an Fantreue innerhalb der Thrash-Zunft bei.

Stone Cold Sober – 26.Januar 2018  1CD/1LP

Als der Thrash Metal in den Neunzigern dem Grunge ein Stück weit weichen musste, blieben Tankard sich treu und veröffentlichten mit dem ironisch betitelten “Stone Cold Sober” 1992 ein weiteres exquisites Stück Teutonic Thrash. Dieses bot Tankard in klassischer Form – rau und wahnsinnig schnell, dabei aber textlich wiederum ein wenig ernsthafter – von einem turbulenten “Centrefold”-Cover von J. Geils Band. Thrash Metal war zu dieser Zeit vielleicht nicht in Mode, aber die ergebenen Tankard-Fans blieben der Band treu und priesen dieses Album als eines ihrer besten.

Two-Faced – 26. Januar 2018  1CD/1LP

Tankards sechstes Studioalbum kam 1993 heraus und während andere Bands in den Neunzigern mit Industrial und Nu Metal experimentierten, stand die Band unerschütterlich und treu zu ihren Thrash-Wurzeln. “Two-Faced” (mit seinem satirischen Cover) war wahrscheinlich das gesellschaftspolitische Werk der Band und ist ein rasendes Biest, das ihren frühen Humor zugunsten von bissigen Sounds mit Attacken gegen eine abrutschende Gesellschaft beiseitelegt. Unter anderem dadurch wird dieses Album zu einem weiteren Juwel in der Krone von Tankard.

The Tankard/Aufgetankt – 26. Januar 2018  2CD/2LP

Das letzte über Noise veröffentlichte Album von Tankard war 1995 das selbstbetitelte ”The Tankard”. Während es die seriösere Seite, die sich bereits auf dem Vorgänger “Two-Faced” zeigte, bewahrt, war sein Sound ein Schmelztiegel ihres charakteristischen Thrash von gewohntem Tempo und Power, mit einem guten Schuss Hardcore und einer Prise Melodie angesetzt und verfeinert mit einigen ihrer bis dato eingängigsten Refrains. Im selben Jahr stellten sie die humoristische Balance wieder her, indem sie ein Nebenprojekt starteten, in dessen Zuge sie deutschsprachige Lieder in Punk-/Metal-Manier coverten – sehr zur Freude ihrer zahlreichen Fans.

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