Golgatha - Blutfest (2011)

Mit "Kirchenlieder" haben sich Mortiferus und Fenrir von Golgatha schon 2007 einen Namen im Black Metal gemacht, die Band gründet sich aber bereits im November 2006. Ihr düstere und kirchenverachtende Weltanschauung ließ sich Scharen von ihnen gesonnen Fans um sich sammeln. Hierbei ist es wohl die gelungene Mischung aus düsterem Black Metal, sowie anspruchsvollen Death Metal Passagen und den unheimlich kraftvollen Texten, die die Hörerschaft fesselt. Nun vier Jahre später legen die Jungs von Golgatha endlich nach, mittlerweile ist die Band gewachsen, sodass man das Klangspektrum ausbauen konnte, mit "Blutfest" liegt mir das neuste Album vor.

Schon mit "Oh Christ" zeichnen die sechs Musiker ein düsteres Szenario, welches seinesgleichen sucht, Sänger und Schlagzeuger leisten bei dem ersten Song der CD schon Höchstarbeit. Die Stimme von Mortiferus trägt das Stück und bringt die Botschaft des Songs rüber, der wie folgt lauten könnte, Glaube ist Irrglaube. Schon nach dem ersten Titel hat Golgatha einen neuen Fan für ihre Musik gewonnen. Mit dem zweiten Stück "Ave Satanas" strahlen Golgatha eine gewisse Kälte aus die im Black Metal unerlässlich ist, Textlich geht es um die Lobpreisung des Herren der Finsternis und die Verachtung der Religion. Das Lied "Golgatha" beginnt sehr ruhig und melodiös, steigert aber nach dem kurzem Intro sofort sein Tempo, wieder vollbringen die Bandmitglieder Höchstleistungen an ihren Instrumenten. Unwetterartig beginnt "Scheinheilig", welches von den verzerrten Gitarren und dem Schlagzeug getragen wird, anfangs röhrt der Sänger dunkel ins Mikro, steigert sich dann aber in das für ihn typische Schreien, hierbei sind die Texte aber verständlich gehalten, was ja im Black Metal nicht immer der Fall ist. Herzschläge eröffnen das Stück "Blutfest" welches der CD ihren Namen gab. Schwermütig rieselt der Song dahin, was mir, was ich ja sagen muss sehr gut gefällt. Bisher ist die CD sehr variationsreich. Mit einem Schlagzeuggewitter startet "Bibelstunde" in die nächste Runde, Fenrir, der hier fürs Schlagwerk zuständig ist holt alles raus und was mir bei diesem Song wieder auffällt ist wie sauber und gut der Klang der CD ist und wie gut sie produziert wurde, dies ist leider nicht bei allen Alben im Black Metal Bereich so, aber hier stimmt es einfach. Ich nähere mich dem Abschluss der CD mit "Totenbett" habe ich leider schon den vorletzten Titel erreicht, auch dieser Titel ist ehr im mittleren Tempo gehalten und mit sehr geilem Backgroundgesang unterlegt. Den krönenden Abschluss findet Blutfest in "Heuchler", ein Song der das Herz eines jeden Black Metal Fans höher schlagen lässt und für mich auch der geheime Favorit auf der CD.

Vom Text her befassen sich Golgatha hauptsächlich mit der Ablehnung des Christentums, sowie dem Schmerz und der Dunkelheit, die für Black Metal typisch sind. Es wird die Ablehnung der Kirche unmissverständlich klar gemacht, für mich aber ein Album, welches sehr variationsreich ist und daher macht es Spaß Blutfest zu hören. Die Lieder sind in Deutsch gehalten, sodass jeder die Texte versteht.

Das Cover gefällt mir eigentlich gut, auch wenn es überwiegend in Weiß gehalten ist und somit ehr untypisch für das Genre ist, doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen.

Das Booklet kommt vollkommen ohne Texte aus, es sind nur die Bandmitglieder auf jeder Seite zu sehen, auf der Rückseite findet der Fan noch mal das gesamte Lineup in schriftlicher Form.

Wer Black Metal hört und eine variationsreiche Band sucht, der liegt mit Golgatha genau richtig. Mir hat das Album sehr gut gefallen, obwohl ich ja nicht hauptsächlich Black Metal höre, trotzdem war die CD eine gelungene Abwechslung und ist nur zu empfehlen. Auszüge des Albums gibt es auf der myspaceseite zuhören, so kann man sich schon mal warm machen für das Album.

Line Up:

Mortiferus        Gesang
Fenrir               Schlagzeug
Nefarius           Gitarre
Thargal             Gitarre
Frost                Bass
Galathil             Keyboard

Soundqualität: 10/10                Variation: 9/10             Cover: 8/10                 Booklet: 8/10
Gesamt: 9/10

 
 

New-Metal-Media - In Metal we are United (c) 2009 - 2015