Toxik Shokk – It´s Aliiiive! (28.06.2014)

 

Mit den Mannen von Toxik Shokk steht nach Längerem mal wieder deutscher Thrash Metal auf dem musikalischen Speiseplan. Die Bandbiographie ist etwas kürzer, da die Band erst im Juli 2013 ins Leben gerufen wird, trotzdem sind die Musiker keine Anfänger sondern waren alle schon in anderen Bands tätig, Sänger Christian Müller kam direkt von Hatchery und bildete zusammen mit Schlagzeuger Axel Görg, der von Bastard Nation / Project-Brain-Storm kam, die Grundformation von Toxik Shokk. Ihnen zur Seite stand zeitgleich der Gitarrist Matthias Ruoff, welcher schon mit Christian zusammen bei Hatchery Musik machte. Die Ideen für eigene Songs nahmen sehr schnell Gestalt an und mit Tim Scholl fand sich ein fähiger Bassist für die Band. Endlich konnten die Mannen von Toxik Shokk in kompletter Eigenregie ihr erstes Demo „It´s Aliiiive!“ aufnehmen und genau um dieses wird es hier gehen. Den Feinschliff erhielt der Silberling im Kohlekeller-Studio von Kai Stahlenberg. Ich bin dann mal gespannt was die vier Tracks zu bieten haben und welche Einblicke sie mir in das musikalische Schaffen  von Toxik Shokk gewähren.

Aber beginnen wir mal einfach mit den technischen Daten des Demo´s, vorerst ist es als Download erhältlich via toxikshokk.bandcamp.com erhältlich, ein Silberling wird in Kürze folgen. Das Erstlingswerk der Thrasher von Toxik Shokk beinhaltet vier Tracks mit einer Gesamtspielzeit von rund 16 Minuten, nun ist es aber an der Zeit, sich an die Details zu machen. „Against“ legt schon einmal mit gewaltigem Tempo los, die Stimme von Christian Müller klingt rotzig und ist sehr hoch gehalten, die Gitarre und der Bass fliegen durch die Tempowechsel, so geht es wie auf einer Berg du Talfahrt immer wieder von schnell zu langsam und wieder zurück. Schön gesetzt sind die ausgiebigen Zwischenspiele, die eine gewisse Dynamik vermitteln du so das Stück mit noch mehr Leben füllen. Was mir persönlich gut gefällt, ist das die Musik nicht steril klingt, sondern das man noch wahrnimmt, wie Gitarren im Thrash Metal klingen können. „Coming Home“ geht den gerade geebneten Weg weiter, klingt aber durch das geringere Tempo ein wenig Heavy Metal lastiger als der Vorgängertrack. Die Stimme geht auch hier in höhere Tonlagen, was im Thrash Metal doch schon ein wenig ungewöhnlich ist, aber nicht wirklich unangenehm klingt. Ansonsten muss man Coming Home einige Male auf sich wirken lassen um alle Aspekte zu begreifen und um den Song voll genießen zu können. „Screaming“ hier ist der Name fast schon Programm und auch wenn anfänglich eher tiefe Töne dominieren, geht es doch gesanglich wieder an die hohen Klänge. Der gesamte Track trabt vor sich hin und man kann ich gerne ein zweites Mal hören, auch wenn der Sound ein wenig Oldschool klingt, so erkennt man doch die gut gemeinten Ansätze etwas Neues zu kreieren. „Dr. Frankenmosh“ geht sofort in die Füße und unweigerlich wippt man im Takt mit. Der Song klingt im Großen und Ganzen nach einer Mischung aus Heavy Metal und altem Punk, die Gitarren und der Gesang sind ausgesprochen rotzig und der Refrain gibt dem Song eine gewisse Fülle. Auch die Passagen wo sich die Gitarre austobt, trägt zur Dynamik bei. Dr. Frankenmosh hat großes Potential du wird Live sicher das Publikum begeistern. Leider ist nach nur vier Tracks schon Feierabend und so bleibt nur zu hoffen, dass bald ein Nachfolge-Album kommen wird.

Fazit: Das Erstlingswerk von Toxik Shokk weiß auf Anhieb zu begeistern, der Sound lebt und klingt nicht steril. Die hohe Stimmlage ist im Thrash Metal zwar eher ungewöhnlich, aber man kann hier nicht von reinem Thrash ausgehen, es ist eher eine Mixtur aus verschiedensten Einflüssen und Richtungen. Auf jeden Fall sollte man ein Ohr bei den Mannen von Toxik Shokk riskieren.

 

Line Up:

 

Christian Müller                   Vocals
Axel Görg                           Drums
Matthias Ruoff                    Guitar
Tim Scholl                           Bass

  


 

 

 

Soundqualität: 8,5/10                Variation: 8/10                      Cover: 8/10         Booklet: 0/10
Gesamt: 8,2/10

Facebook: https://www.facebook.com/ToxikShokk
Bandcamp: toxikshokk.bandcamp.com