Schlafes Bruder - Heilig (08.03.2013)

2008 erhebt sich die Band Schlafes Bruder aus dem Staub der Geschichte um fortan die Welt mit Mystik Rock zu bereichern. Eigentlich müsste man mit der Geschichte schon 1999 beginnen, denn zu dieser Zeit sind Chris Weller und Fritz Graner noch mit ihrem Projekt E Nomine beschäftigt, welches ja ehr durch eine Dancelastigkeit besticht. 2005 legen die Musiker E Nomine erst einmal auf Eis um sich einer anderen Richtung zu widmen, eigentlich ist dies schon die Geburtsstunde zu Schlafes Bruder. Mit Heilig veröffentlicht die Band bereits ihre 2te Single, welche auf das kommende Album "Heute war Gott nicht hier" vorbereiten soll. Ich bin also gespannt wie sich die Musik der Band entwickelt hat und wie viel E Nomine noch in Schlafes Bruder steckt.

Das einzige Stück auf der Single ist "Heilig" aber dies gleich in sechs Versionen, starten werden wir mit der ganz normalen Version, die eine Spielzeit von 3:27 Minuten aufweist. Der Track beginnt mit einem wispernden Gesang, welcher untermalt wird von fast epochal anmutenden Chören. Was immer noch merkbar ist sind die Wurzeln der Band, so ist zwar der Tenor anders und auch die Musikrichtung, aber man merkt ganz klar woher der Wind weht. Es werden E Gitarren und Schlagzeug eingesetzt, der Gesang schwankt zwischen flüsternden, fast beschwichtigenden Tönen und kraftvollem Gesang, zudem wird das Klangbild mit Chören gefüllt, die den Track beleben und dem ganzen einen Hauch von Mystik geben. Alles in Allem ein sehr netter Song, den man auch gerne ein zweites Mal hören kann. Nun kommen wir zur Radio Edit, Spielzeit ist hier 3:30 Minuten, ansonsten kann ich hier keinen wirklichen Unterschied hören, denn auch hier ist der Sound sehr voluminös gehalten. Die Extended Version hat eine Spielzeit von 5:00 Minuten und hier spielen ganz klare Elemente aus dem Dancebereich mit rein, zwar tritt der Rock Aspekt nicht in den Hintergrund, trotzdem ist es eigentlich witzig, was man aus ein und dem selben Song noch so rausholen kann. Der Scheinheilig Remix hat eine Spielzeit von 5:05 Minuten und hier überwiegen wirklich die Elektroelemente und es entsteht ein Song welcher in der Disko laufen könnte, der Sound erinnert jetzt sehr stark an E Nomine und ich bin mir nicht sicher ob ich mich da so wirklich mit warm werden kann. Für Fans sicher eine sehr nette Geschichte, aber für mich einfach nicht das Gelbe vom Ei. Auf geht es zum Marschmix mit einer Laufzeit von 3:41 Minuten, welcher sich dann wieder auf den ursprünglichen Song zurück besinnt, lediglich der Takt und einige Elemente wurden verändert, was dem Song dann wieder ein ganz anderes Gesicht gibt. Zum Abschluss gibt es noch einmal "Heilig" als instrumental Version auf die Ohren, wobei die gewisperten Gesänge erhalten sind, sodass man nicht wirklich von einem rein instrumentalen Stück sprechen kann.

Fazit: Heilig in sechs Versionen ist eigentlich eine nette Idee und der Song ist auch in der "normalen" Version sehr gut, trotzdem können die Musiker von Schlafes Bruder nicht ihre Wurzeln verleugnen und so ist mir persönlich der Scheinheilig Remix einfach zuviel, denn dies hat eigentlich nichts mit Rock an sich zutun. Trotzdem werden auch Anhänger von E Nomine gerade bei diesem Track auf ihre Kosten kommen. Es bleibt halt abzuwarten wie das kommende Album klingen wird und wie hier die Umsetzung ist. Klar ist, Schlafes Bruder sind epochal und setzen gezielt Chor und Gitarren ein um ein was hier vielleicht auch einen gewissen Reiz ausmacht.

 

Soundqualität: 9,5/10                Variation: 9/10                      Cover: 8,5/10         Booklet: 0/10
Gesamt: 9/10

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