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Scarlet Anger -
Dark Reign (11.05.2012)
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Scarlet Anger gehören zu den Neuentdeckungen im
Thrash Metal Bereich. Die Luxemburger Band wurde 2007 von Sänger Joe
Block und Gitarrist Fred Molitor gegründet. Ihren Stil kann man als
Thrash Metal mit Wiedererkennungswert bezeichnen. 2011 unterzeichnen die
Musiker einen Plattenvertrag beim Label "Dust On the Tracks" doch Dark
Reign ist nicht die erste Veröffentlichung der Band, so brachten Scarlet
Anger 2009 ein Demo mit dem Namen "La realidad es triste..." und 2011
eine EP mit dem Namen "Kill the King" auf den Weg. Die EP erntete sehr
gute Kritiken in der Presse, sodass die Anforderungen an das erste Album
sehr hoch waren. Alle Songs von "Dark Reign" wurden in den Scarlet Anger
Studios aufgenommen und gemixt. Verantwortlich hierfür zeigte sich
Gitarrist Fred Molitor, welcher auch das Cover entwarf. Das Mastering
des Album´s übernahm kein geringerer als Jeff Waters von Annihilator in
den Watersound Studios.
Das Cover zur CD sieht schon mal sehr viel
versprechend aus und so werde ich mich überraschen lassen was
musikalisch auf mich zukommt. Das Album ist in 2 Parts aufgeteilt so ist
Part I: Kill the King, also kommen auf mich die Songs der gleichnamigen
EP zu. Der erste Track "New God Rising" beginnt wie ein Vorschlaghammer
und die Band prügelt den Song direkt ins Ohr. Schnelles solides
Schlagzeuggewitter, gemischt mit melodiösen Gitarrenparts und hartes
aber eingängiges Geshoute rundet den Song ab. Doch wer jetzt an Metal
für Mädchen denkt, der wird eines besseren belehrt, so sind die Riffs
knallhart und der Hörer bekommt Thrash vom Feinsten geboten. Die
Geschwindigkeit ist schon im oberen Bereich anzusiedeln. New God Rising
ist ein Stück das man immer wieder hören kann und ein sehr guter
Einstieg in das Album. "My Battlefield" ist ein Song der sofort
musikalisch in die Eier tritt und beim Refrain muss man einfach
mitgehen. Einfach gesagt ist der Track geil und die Stimme von Joe Block
ist rotzig und roh genau das was My Battlefield braucht. Getragen wird
der Song durch die Gitarren und das Trommelfeuer, welches der
Schlagzeuger auf den Hörer loslässt. "From Fool to King" ist auch wieder
sehr mitreißend und so geht der Rhythmus des Stücks unwillkürlich in die
Nackenmuskeln und so ist der Track auch meine erste Empfehlung auf dem
Album. Der Gesang ist aggressiv und packend, sodass man "From Fool to
King" gerne mehrmals hören kann. So jetzt ist das Spiel vorbei,
jedenfalls wenn es nach dem vierten Song "Game Over" geht. Aber weit
gefehlt, jetzt legen Scarlet Anger erst richtig los, denn der Takt zieht
noch einmal straff an. Es kommt während des Liedes immer wieder zu
kleinen Zwischenspielen, die ein wenig den Druck rausnehmen, aber eben
nichts an der Aggressivität des Tracks ändern. Part I ist so gut wie
beendet und so verbleibt nur noch "Face of Evil". Scarlet Anger gehen
dieses Stück am Anfang ein wenig rockiger an, nur um im nächsten Moment
mit dem Holzhammer um die Ecke zu kommen und so bekomme ich die volle
Packung auf die Ohren. Ich bin versucht auch diesen Song als Anspieltipp
kund zutun. Der Drummer bringt sich selber zu Höchstleistungen und die
Breaks und Zwischenspiele sind punktgenau gesetzt, einfach nur genial.
So nun beginnt Chapter II. "Dark Reign" ist ein neuer Song und dieser
setzt gleich mal neue Maßstäbe, der Track ist schnell, roh und laut und
mir gleich mal einen Tipp wert, da man das Stück gerne mehrmals hören
kann. Die Gitarrensoli sind super und tragen noch zur Aggressivität von
Dark Reign bei, gepaart mit Joe´s Röhre ergibt sich ein grandioser
Sound. "Follow the order" legt gleich wieder richtig los und es fliegen
musikalisch die Fetzen. Für mich ist das Album jetzt schon eins der
Alben des Jahres 2012 und es dürfte echt schwierig sein, das noch zu
toppen. Auf zum achten Titel "A Tale of Hate" und wieder spielen Scarlet
Anger ihr ganzes musikalisches Können aus und so überrascht mich der
Song, durch Refrains, die man sofort im Kopf behält. Soundtechnisch wird
ein Feuerwerk am Schlagzeug auf mich abgefeuert, zusammen mit verbissen
klingenden Gitarren ergibt sich ein Thrash Metal Gewitter vom Feinsten.
"Prince of the Night", die letzten Klänge des Vorgängersongs sind noch
nicht ganz verklungen, da gibt es schon wieder eins auf die Mütze. Ein
angriffslustiger Sturm bricht über mich herein, der vergleichbar ist mit
dem Chorus vom Master of Puppets, nur halt noch etwas intensiver und
kämpferischer. "Tenfold" spielt ein wenig mit dem Zuhörer, es geht
melodisch los und die Gitarren versuchen aus dem ruhigen Sound
auszubrechen. Der Sound marschiert nach vorne um die Gehörgänge zu
erobern und um sich dort festzusetzen. Ich habe einige Zeit gebraucht um
den Song wieder aus meinem Kopf zu bekommen, also durchaus ein Stück das
man immer wieder hören kann. Der elfte Track hört auf den Namen "My
Empire coming down" und noch immer gibt es nichts zu meckern. Die
Bissigkeit der Band nimmt nicht ab und so bekommt man noch eine geballte
Ladung Thrash Metal vor den Bug geballert. Es gibt noch einmal melodiöse
Zwischenspiele, die den ganzen Song auflockern, aber nichts von der
Kraft rauben. Als Bonus gibt es auf der CD noch den Track "Scarlet",
welcher ursprünglich auf dem Demo drauf war. Ich finde eine klasse
Zugabe von Scarlet Anger und ein gelungener Abschluss für das Album.
Fazit:
Zwölf Songs und zwölf mal musikalisch genau meinen Nerv getroffen, das soll
schon etwas heißen. Scarlet Anger bieten soliden und modernen Thrash Metal, der
sich von melodiös kraftvoll bis hin zu angriffslustig roh bewegt. Für mich schon
eins der Alben 2012! Denn schließlich bekommt man nicht jeden Tag ein solch
geiles Debütalbum auf den Tisch. Vergleiche zu ziehen ist schwer und so denke
ich das die Band ihren ganz eigenen Weg gefunden hat. Wer also auf mitreißenden
Thrash steht, der zum Headbangen einlädt, der ist mit "Dark Reign" sehr gut
bedient.
Line
Up:
Joe Block
Vocals
Fred Molitor
Guitars
Alain Flammang Drums
Vince Niclou
Bass
Jeff Buchette
Guitars
Soundqualität: 10/10
Variation: 9,5/10
Cover: 9/10 Booklet: 0/10
Gesamt: 9,5/10
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