Review Samarah - Zombienation

Samarah - Zombienation (19.12.2014)

Mit Samarah steht heute Alternativ Rock aus Saarbrücken auf dem Programm und hier werden wir ganz genau hinsehen, denn die Band begleitet New-Metal-Media schon einige Jahre und immer wieder gab es die ein oder andere Neuigkeit zu berichten. Doch wer sind Samarah? Die Band wird 2007 ins Leben gerufen und schafft es in den Folgejahren vier Alben zu veröffentlichen, so erscheint schon 2008 "Leaving the Underground", ob hier der Wunsch Vater des Gedanken war, lassen wir mal dahingestellt. Mit "The World Stops Turning" legen die Mannen aus Saarbrücken dann noch einmal nach. Nach nur knapp einem Jahr erscheint "Beyond Boundaries", welches frei auf der Homepage der Band herunter geladen werden kann. Dann wird es albumtechnisch ein wenig ruhiger und Mitte 2014 beginnen die Arbeiten an dem neuen Longplayer "Zombienation", hierzu holt man sich aber die Hilfe der Fans zur Verwirklichung des Projektes mit ins Boot, denn der Silberling wird wie Crowed Funding finanziert. Am 19.12.2014 ist es dann soweit und Samarah veröffentlichen Album Nummer vier und genau um diese wird es in diesem Review gehen. Also lassen wir uns überraschen, was die Mannen aus dem Saarland für New-Metal-Media und in diesem Fall für mich bereithalten.

Was bietet dem Hörer das Album? Rein technisch gesehen bekommt man 11 Songs, die von der Band selber als "energiegeladen, melodisch und mit einem charismatischen Sänger, der die Fans in den Bann zieht" beschrieben wird. Wer so auf den Busch klopft, da schauen wir dann mal etwas genauer hin und starten gleich mit "No One Knows". Der Song beginnt sehr elektronisch, sodass man zuerst glaubt man hätte die falsche Musikrichtung gewählt, aber ein Blick auf den Player verrät, dass alles im grünen Bereich ist. "No One Knows" kann zwar auch mit harten Riffs aufwarten, fällt aber eher in die Kategorie Linkin Park, das ist aber ein sehr grober Vergleich, da der Gesang von Samarah wesentlich ruhiger daher kommt. Die Mischung ist schon an dieser Stelle sehr ungewöhnlich zu beschreiben, so sind die Elemente des Tracks, doch sehr gemischt, sie reichen von Rock, über Nu-Metal Ansätze bis hin zu fast popartig klingenden Passagen. Mal sehen was "Silver" für mich bereithält? Vielleicht setzt mich ja dieser Song in Brand? Na hier geht es denn schon ein wenig härter zur Sache, aber ganz kann die Band sich nicht freisprechen davon, doch noch in den Gefilden des Nu-Metals zu wildern, auch wenn man den Stil als Alternativ Rock beschreibt. Langsam werde ich warm mit dem Album, denn gerade wenn man den Song einige Male rotieren lassen hat, gewinnt er ungemein. Hier handelt es sich nicht unbedingt um leichte Kost, denn die einzelnen klanglichen Fragmente wollen erst entdeckt werden und dieses geht am Besten, wenn die Scheibe mehrmals durchgelaufen ist. Doch weiter im Text "Shelter" wurde vor Kurzem als Video ausgekoppelt und steht als dritter Song auf dem Album für den Hörer zur Verfügung. An dieser Stelle empfehle ich einfach mal das Video auf Youtube anzusehen, eine nähere Beschreibung ersparen wir uns aus Gründen des "Jugendschutzes" einmal, aber der ein oder andere wird sicherlich Gefallen finden und so haben wir den link für euch am Ende des Reviews mit eingebaut. "Stupid Love" knallt dann durch die Boxen und ich denke sogar meine Nachbarn sind begeistert gewesen, denn die Riffs können sich wirklich hören lassen, die Gitarren sind sehr tief gestimmt und so ergibt sich ein sehr ungewöhnlicher Klang im Zusammenhang mit der doch sehr weich klingenden Stimme des Sängers. Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich das als gefühlvoll beschreiben würde, oder ob es dafür einen besseren Begriff gibt. "Stupid Love" zündet bei mir jedenfalls durch genau die richtige Mixtur von Härte und ruhigen stimmlichen Elementen. Mit "Zombienation" kommen wir nicht nur zum Namensgeber des Albums, sondern auch zur gefühlten Halbzeit und bisher hört sich der Silberling ganz gut weg. Zwar kein Longplayer für mal eben zwischendurch, aber doch sehr lohnenswert und so spinnen Samarah auch hier den Faden weiter und gehen keine ungewöhnlichen oder neuen Wege, die Songs sind qualitativ gut gemacht und bleiben dem Stil treu, ich bin gespannt, ob dies auch in der zweiten Hälfte der Fall sein wird. "Antivirus", echt jetzt? Zusatzmaterial in Form eines Virenfängers? Wäre ja mal eine echte Neuerung und gab es bestimmt noch nicht. Aber nein, natürlich nicht, wobei an ein altes Modem bin ich anfänglich schon erinnert, doch als die Gitarren richtig einsetzen löst sich das Rätsel und so zeigen Samarah auch hier, das ihre musikalische Ausrichtung doch sehr breit gefächert ist, denn "Antivirus" bietet doch einige interessante Elemente aus dem Rock, Gothic, Metal und Nu-Metal Bereich an. Durchaus hörenswert. "Hold me" hier hätte ich vom Namen her eher eine Liebesballade oder zumindest schnulzige Texte erwartet, aber es geht mit geballter Kraft weiter und die Saarländer gönnen dem Hörer keine wirkliche Pause. Was auffällt an dieser Stelle sind die schnellen Schlagzeugpassagen und der immer wieder wechselnde Rhythmus, was dem Stück noch mehr Dynamik verleiht. Trotzdem muss ich auch hier den Song mehrfach hören, denn durch die schnellen Wechsel und die vielen Element, würde man bei nur einem Durchlauf doch zu viel überhören. "Black Desire" auch hier bin ich an diverse Bands erinnert, natürlich vollkommen positiv gemeint, denn Samarah kopieren nicht oder spielen nach, aber es wäre auch vermessen zu behaupten, die Band hätte das Rad neu erfunden, bisher gilt für den Longplayer Zombienation, dass man unbedingt ein Ohr riskieren sollte und dieses gilt natürlich auch für den Track "Black Desire" und so schrubben auch hier die Mannen rund um Sänger Marcel Staub gewaltig auf den Bass- und Gitarrensaiten und bringen so manchen guten Riff zu Stande. "Emotinal Beefcake" was soll man groß sagen, auch hier gehen die Mannen aus Saarbrücken ihren geebneten Weg und bleiben ihrem Sound treu, wirkliche Überraschungen gibt es jetzt soundtechnisch jetzt nicht wirklich, harte Gitarren, weiche Stimme und taktsicheres Schlagwerk, eigentlich ein Garant für einen Plattenvertrag. Vorletzte Runde, Wer will noch mal, wer hat noch nicht - mit "Dead Space" bewegen sich Samarah auf dem gleichen Areal, wie schon den ganzen Silberling über, man möge mich hier nicht falsch verstehen, ich finde es gut und auch nach mehreren Durchläufen verliert das Album nichts von seiner Kraft, aber ich hätte mir zumindest einen Titel gewünscht, der anders ist als alle anderen. Deshalb noch schnell den letzten Track und dann auf zum Fazit. Mit "Mindcontrol" findet das vierte Album der Saarbrücker Musiker also ihren Abschluss und hier ist er nun endlich der ungewöhnliche Song, akustische Gitarre, ruhiger sanfter Gesang, fast ein wenig schmalzig, doch auch ein wenig rockig, es widerstrebt mir, das zu sagen aber genau darauf habe ich gewartet. Für mich ein gelungener Abschluss und so kann ich nun beruhigt zum Fazit übergehen.

Fazit:
Mit elf Songs bringen Samarah fast die gesamte Bandbreite des Rock und Metals auf den Punkt. Auch wenn die Musiker es bestimmt nicht wirklich gerne hören, so bin ich doch stark an die Hochzeiten des NU-Metal erinnert, trotzdem sehr gut gemacht und durch die Mixtur aus, Rock, Gothic, Metal und Pop-Elementen spricht das Album sogar eine breite Käuferschicht an. Ich kann den Silberling durchaus empfehlen, wer sich unschlüssig ist lädt sich den Vorgänger auf der Homepage der Band runter, oder riskiert ein Ohr und Auge auf dem Youtubekanal der Band.

 

Line Up:

 

Marcel Staub                Gesang, Gitarre
Tobias Hartmann            Schlagwerk
Chris Dörr                    Bass

 

 

 




 

 

Soundqualität: 9/10                Variation: 8/10                      Cover: 9/10         Booklet: 0/10
Gesamt:
8,7/10

Homepage: http://www.samarah.de
Facebook: https://www.facebook.com/SAMARAHBand
YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCQ8dMeNzCuZgnilOV-VIVVA
Video zu Shelter: https://youtu.be/zNgjMiHUMqU

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