Chronic - Hove one (15.02.2013)
 

Lange floss der Rhein friedlich und still durch die Domstadt Köln, bis 2007 zwei Musiker sich denken, es wird Zeit für eine eigene Band und so gründen Wolfgang Meierhoff und Michael Wittwer die Band Chronic. Geprägt wird ihre Musik durch Einflüsse aus dem Rock, Hardrock und Metal. Fortan ist es vorbei mit der Ruhe in der Rheinstadt und so können die Musiker schon in der ersten Besetzung einiges an Auftritten auf dem Bandkonto verbuchen. 2007 erscheint auch das erste Demo der Band. Die Musiker können sich einen sehr soliden Ruf erarbeiten und 2012 kommt einige Bewegung in die Band, so kehrt Alex Fischer nach seiner Abwesenheit zu Chronic zurück und Bernie Beginn wird neu verpflichtet. Nun kann nichts die Pläne der Kölner aufhalten und so nehmen sie im Oktober ihre erste EP "Hove one" im BigEasy Studio in Hennef auf, welche 2013 veröffentlicht wird. Zudem können die Musiker 2012 Auftritte mit Bands wie Grave Digger und Motorjesus zu ihrer Biografie hinzufügen und es erscheint eine Live DVD.

Nun haben die Kölner Mannen von Chronic also ernst gemacht und veröffentlichen ihre erste EP mit dem Namen "Hove one", ich bin wirklich gespannt was mich erwartet, denn schon die Demo Songs der Band sind viel versprechend gewesen. "Quo Vadis" ist lateinisch und bedeutet soviel wie Wohin soll der Weg führen?, ein wirklich bedeutungsschwangerer Titel für einen Song, mal sehen was sich dahinter verbringt. Chronic brennen mir in bester Rockmanier ihren ersten Song auf die Ohren, der Sound ist melodiös und rockig, die Gitarren und der Bass kommen gut zur Geltung. Der Gesang ist kraftvoll und rotzig, es wäre möglich hier Vergleiche zu bemühen, doch wenn man den Track erst einige Male gehört hat, so entdeckt man, dass Chronic einen ganz eigenen musikalischen und gesanglichen Stil finden. Mir jedenfalls gefällt der Einstieg in Hove one sehr gut und so lasse ich "Quo Vadis" mehrmals laufen und geniesse einfach nur. "Virus" legt noch eine Schippe nach, der Sound ist treibend und unweigerlich geht der Song in den Nacken. Vom Stil her sind Chronic nicht einfach einzuordnen, da sie einiges an Metalelementen mischen, so sind Ansätze von Hardrock, Heavy Metal erkennbar, aber auch Rock und Thrash Metal werden ihren Einfluss gehabt haben. Der Gesang ist auch bei "Virus" wieder sehr kraftvoll und fordernd, alle Instrumente sind gut hörbar klingen sauber aufgenommen und so macht auch dieser Song viel Spaß. "Mirror" ist ein anfänglich sehr ruhiger Song, welcher sein Tempo und seine Aggressivität langsam steigert, immer wieder fließen ruhige Zwischenparts ein, die sich dann wieder steigern. Auch bei diesem Track steht die Power im Fordergrund und so verstehen es Chronic mitzureißen und den Hörer mit ihrer Musik zu berühren. "Mirror" ist für mich ein unbedingter Anspieltipp, da dieser Song zeigt wie facettenreich die Kölner Musiker sind. Kaum hat es begonnen, da ist es auch schon vorbei. Mit "President Evil" kommen wir schon zum letzten Track der CD und ich sage mal vorab "Schade" ich hätte wirklich gerne mehr gehört. Aber zurück zum Song, ich bin anfänglich ein wenig an den Heavy Metal a´la Iron Maiden erinnert, dann fließen aber mehrstimmige Elemente ein, die dem Song noch mehr Kraft verleihen. Auch hier kann man sich über die dargebotene Qualität des Songs nicht beschweren, das Tempo bewegt sich im mittleren Bereich und die Instrumente sind sauber ausgespielt und aufgenommen.

Fazit: Chronic und ihre EP "Hove one" sind ein buntes Gemisch an Sounds und Einflüssen. Der Grundtenor ist eindeutig der Metal, aber was die Kölner daraus machen ist wirklich sehr gut, so hört man neben Rock, Hardrock und Heavy Metal auch Spuren von Punk und Thrash heraus. Chronic sind melodiös, mitreißend und wissen zu begeistern. Die Aufnahmen sind sauber und die Instrumente sehr gut ausgespielt. Der Gesang ist kraftvoll, weiß aber auch in den ruhigen Parts zu begeistern. Mir persönlich hat "Hove one" sehr gut gefallen und ich hätte gerne noch mehr gehört. Ich hoffe, dass dies der Auftakt zu einem vollständigen Album ist.

 

Line Up:

 

Wolfgang Meierhoff               Guitar
Michael Wittwer                    Vocals
Bernie Beginn                         Bass
Alex Fischer                          Drums

 



 

 


 

Soundqualität: 9/10                Variation: 9/10                      Cover: 8/10         Booklet: 0/10
Gesamt: 8,6/10

Facebook: https://www.facebook.com/chronic.army
Homepage: http://www.chronic-music.com/
Myspace: http://www.myspace.com/chroniccologne